AKTIEN IM FOKUS: Deal mit BT belastet Verizon - Aufspaltung treibt Comcast an
Die Verizon-Aktie ist am Montag
nach Aussagen über einen erwarteten Quartalsverlust im hohen
dreistelligen Millionenbereich auf den tiefsten Stand seit Ende
Januar gesackt. Nachdem das Papier des Telekomriesen zeitweise unter
43 US-Dollar gefallen war, stand zuletzt bei insgesamt hohen
Handelsvolumina ein Minus von 5,4 Prozent auf 44,05 Dollar zu Buche.
Da Verizon mit der britischen BT Group eine
Vereinbarung zur Gründung eines 50/50-Gemeinschaftsunternehmens für
ihre internationalen Geschäftsbereiche getroffen hat, rechnet der
US-Konzern nun für das zweite Quartal mit einem Verlust zwischen 700
und 800 Millionen Dollar. Grund ist, dass Verizon die in das Joint
Venture eingebrachten Geschäftsbereiche als "zur Veräußerung
gehaltene Vermögenswerte und Verbindlichkeiten" einstuft.
Zudem schied die Aktie zum Wochenauftakt aus dem viel beachteten
Wall-Street-Index Dow Jones Industrial aus und wurde
dort von der A-Aktie von Alphabet ersetzt, was
ebenfalls belastete. Im S&P 500 Telecommunication Services Index war
die Aktie damit der schwächste Wert.
Comcast dagegen gewannen dort nach ihrem vor einer
Woche erreichten 13-Jahres-Tief zeitweise 17 Prozent und legten
zuletzt noch um knapp 6 Prozent auf 24,50 Dollar zu. Der Medien- und
Telekomunternehmen weckte Fusions- und Übernahmefantasien, da er
sich von NBC Universal sowie Sky trennen will.
Die beiden Geschäftsbereiche sollen in ein neues börsennotiertes
Unternehmen ausgegliedert werden, um den Unternehmenswert zu
steigern. Das verhalf auch den Aktien von Charter Communications
und Liberty Broadband zu kräftigen
Kursgewinnen. Sie stiegen um jeweils rund 10 Prozent./ck/he