dpa-AFX-Überblick: UNTERNEHMEN vom 25.06.2026 - 15.15 Uhr
ROUNDUP: US-Speicherchiphersteller Micron glänzt weiter - Aktie auf
Höhenflug
BOISE - Beim US-Speicherchip-Spezialisten Micron
läuft es weiter glänzend. Der KI-Boom sorgt für extrem hohe
Wachstumsraten, sprudelnde Gewinne und hervorragende Aussichten. Im
dritten Quartal des Geschäftsjahres 2025/26 übertraf der Konzern die
Erwartungen der Experten deutlich und auch der Ausblick auf das
Schlussquartal fiel besser als erwartet aus. Analysten lobten zudem,
dass Micron mit vielen wichtigen Kunden langfristige Verträge
abgeschlossen hat. Die Micron-Aktien steuern auf ein weiteres
Rekordhoch zu.
DARMSTADT - Der Pharma- und Technologiekonzern Merck
baut sein Geschäft mit Laborausrüstung mit einer der größten
Übernahmen in der Unternehmensgeschichte aus. Der Dax
-Konzern übernimmt den Anbieter von
Life-Science-Werkzeugen und Analysetechnologien Bio-Techne mit Sitz
in Minneapolis für knapp zehn Milliarden Euro, wie Merck am
Donnerstag mitteilte.
ROUNDUP: Easyjet lehnt weiteres Angebot von US-Investor Castlelake
ab
LONDON - Die Billigfluglinie Easyjet lehnt eine
mögliche Übernahme des US-Investors Castlelake weiter ab. Auch ein
viertes unverbindliches Angebot über nun 6,50 britische Pfund wiesen
die Briten zurück, da es das Unternehmen zu niedrig bewertet, wie es
in einer Mitteilung von Easyjet vom Donnerstag hieß. Das sind 25
Pence mehr als zuletzt. Zugleich räumte die Fluggesellschaft dem
Investor mehr Zeit und besseren Zugang zu Informationen ein, um sein
Angebot zu verbessern. An der Börse gewann die Aktie rund 6,5
Prozent und setzte damit ihre Erholung vom Tief von Mitte Mai weiter
fort.
Modehändler H&M enttäuscht auch im zweiten Quartal
STOCKHOLM - Der Modekonzern H&M hat auch im zweiten
Geschäftsquartal das schwache Konsumklima zu spüren bekommen. In den
drei Monaten bis Ende Mai sank der Umsatz um 3 Prozent auf 54,8
Milliarden schwedische Kronen (rund 4,95 Mrd Euro), wie das
Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Analysten hatten hingegen mit
einem geringeren Rückgang der Erlöse gerechnet. Belastet wurde das
Geschäft erneut auch von negativen Währungseffekten. Die
Gewinnentwicklung der Schweden enttäuschte ebenfalls. Die Aktie
reagierte zuletzt mit einem Minus von rund 2,5 Prozent auf die
Zahlenvorlage.
VW verkauft Mehrheit an Motorentochter Everllence an Finanzinvestor
Bain
WOLFSBURG/MÜNCHEN - Der Volkswagen-Konzern gibt die
Mehrheit an seiner Großmotorentochter Everllence ab. Die Wolfsburger
haben sich mit dem Finanzinvestor Bain Capital auf den Verkauf von
51 Prozent der Anteile verständigt und hierzu eine exklusive
Vereinbarung erzielt, wie sie am Donnerstag mitteilten. Volkswagen
bringt die Transaktion einen Erlös von 7,4 Milliarden Euro. Über die
Verwendung des Erlöses werd zu einem späteren Zeitpunkt entschieden,
hieß es weiter. Der Konzern will mittelfristig mit 49 Prozent am
Unternehmen beteiligt bleiben. Die fünf deutschen Standorte von
Everllence sollen auch unter der neuen Eigentümerstruktur mindestens
bis 2030 erhalten bleiben, hieß es weiter. Betriebsbedingte
Kündigungen seien in diesem Zeitraum ausgeschlossen.
US-Stresstest: Banken kommen gut durch Krisenszenario
WASHINGTON - Die größten Banken in den USA sind nach Einschätzung
der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) gut für eine schwere
Rezession gerüstet. Im untersuchten Szenario verloren die Institute
zwar mehr als 708 Milliarden an Krediten, doch die Kapitalquote
verringerte sich im Mittel nur um 1,6 Prozentpunkte, wie die Fed am
Mittwochabend in Washington mitteilte. Alle 32 geprüften Banken
seien über der Mindestanforderung für die Kapitalausstattung
geblieben. Die ersten Institute wie Goldman Sachs und
JPMorgan kündigten daraufhin höhere Ausschüttungen an
ihre Anteilseigner an.