Wiener Börse (Mittag) - ATX gewinnt 0,2 Prozent / Uneinheitliche Übersee-Vorgaben - Dünne Meldungslage - Versicherer mit Zugewinnen - Warten auf US-Daten
Die Wiener Börse hat sich am Donnerstag nach zwei schwächeren Vortagen stabilisiert. Der ATX stieg bis Mittag um 0,17 Prozent auf 6.473,18 Punkte. Für den ATX Prime ging es geringfügig um 0,17 Prozent auf 3.185,06 Zähler hinauf. Mehrheitlich höher zeigten sich auch die europäischen Leitbörsen nach uneinheitlichen Übersee-Vorgaben.
Die Meldungslage zu den heimischen Unternehmen gestaltete sich bis dato erneut dünn. Unterstützung lieferten weiter sinkende Ölpreise. So verbilligte sich Rohöl aus der Nordsee den vierten Handelstag in Folge, wobei der Preis auf den niedrigsten Stand seit Beginn des Iran-Kriegs gefallen ist.
Datenseitig richten Marktteilnehmer ihren Blick heute auf Veröffentlichungen in den USA. Neben der zweiten Revision des BIP-Wachstums für das zweite Quartal werden die Auftragseingänge langlebiger Wirtschaftsgüter veröffentlicht. Für Aufmerksamkeit sorgen auch die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe. Mit Interesse werden zudem die privaten Konsumausgaben und Einkommen verfolgt. Für die US-Notenbank von besonderer Bedeutung sind die dazugehörigen PCE-Deflatoren, der Kern-Deflator ist das bevorzugte Inflationsmaß der Fed.
Gesucht waren im ATX die Aktien der Versorger, Baukonzerne und Versicherer. Strabag und UNIQA gewannen jeweils rund zwei Prozent, während Verbund 1,4 Prozent zulegten. Leichter tendierten dagegen einige Industrieaktien sowie, angesichts der gedämpften Ölpreise, die Ölwerte. voestalpine, Andritz, OMV und SBO gaben bis zu 0,8 Prozent ab.
AT&S notierten nach einem Kurssprung zum Handelsstart zuletzt wieder 4,1 Prozent tiefer. Sie konnten damit nur kurzfristig von der Feierlaune im Halbleitersektor profitieren, welche der US-Konzern Micron mit glänzenden Zahlen und Ausblick angefacht hatte. Der Aktienkurs der AT&S hatte sich im bisherigen Jahresverlauf jedoch schon versechseinhalbfacht.
Unter den größeren Verlierern fanden sich im prime market Aktien aus dem Flug-Sektor. So büßten Flughafen Wien, Frequentis und FACC zwischen 2,3 und vier Prozent ein.
spa/ste
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