Aktien Wien Schluss: Verluste im europäischen Trend
Die Wiener Börse hat sich am Mittwoch mit
deutlichen Abschlägen aus dem Handel verabschiedet. Der ATX
verlor 1,27 Prozent auf 6.462,40 Punkte, nachdem er
bereits am Vortag um 0,74 Prozent eingebüßt hatte. Auch an den
europäischen Leitbörsen ging es mit den Aktienkursen diesmal
mehrheitlich abwärts.
Die Augen der Anleger blieben vor den am Abend erwarteten
Quartalszahlen des US-Chipkonzerns Micron auf die
jüngste Korrektur im Technologiesektor gerichtet. Erneut deutlich
tiefere Rohölpreise konnten am Berichtstag international nicht
beflügeln. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der weltweiten
Referenzsorte Brent zur Lieferung im August rutschte erstmals seit
Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar unter 75 US-Dollar.
Am österreichischen Aktienmarkt gab es kaum Meldungen zu heimischen
Unternehmen. Die Titel von Frequentis wurden ex Dividende gehandelt.
Ihr Kurs sackte um sieben Prozent oder 5,20 Euro ab. Ausgeschüttet
wurden jedoch nur 30 Cent je Anteilsschein.
Die Raiffeisen Bank International (RBI) behauptet im
Bieterkampf um die Addiko Bank trotz eines höheren Gegenangebots
weiterhin die Führung. Bis Montag seien Annahmeerklärungen für 50,72
Prozent der Aktien eingegangen, teilte die RBI mit. Der slowenische
Rivale Nova Ljubljanska Banka (NLB) hatte sein Offert Mitte Juni
aufgestockt. Die RBI-Titel fielen um ein Prozent. Die Titel der
Addiko Bank schlossen unverändert.
Bei den Branchenkollegen Erste Group und Bawag
ging es um 0,5 und 1,6 Prozent abwärts. Unter den
weiteren Schwergewichten büßten die OMV-Papiere 2,8
Prozent ein. Hier belasteten wohl die gesunkenen Rohölpreise. Die
Aktien des niederösterreichischen Ölfeldausrüsters SBO verloren
ebenfalls 2,8 Prozent.
Auch Voestalpine gaben um 2,8 Prozent nach. Andritz
fielen um ein Prozent. Im Technologiebereich büßten
AT&S nach den starken Rückgängen vom Vortag weitere
1,8 Prozent ein. Die Papiere des Versicherungskonzerns Vienna
Insurance Group rutschten 4,2 Prozent tiefer./ste/spa/APA/stw