Großbritannien: Unternehmensstimmung trübt sich unerwartet ein
Die Stimmung in den Unternehmen Großbritanniens hat sich im Juni unerwartet eingetrübt. Der entsprechende Einkaufsmanagerindex (PMI) von S&P Global fiel im Vergleich zum Vormonat um 0,3 Punkte auf 49,4 Punkte, wie S&P am Dienstag in London laut einer ersten Schätzung mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt einen Anstieg auf 50,5 Punkte erwartet. Der Indikator bleibt so unter der Wachstumsschwelle von 50 Punkten.
Besonders trübe ist die Lage im Dienstleistungssektor. Der entsprechende Unterindikator fiel um 0,6 Punkte auf 48,7 Punkte. Es war ein Anstieg auf 50,1 Punkte erwartet worden. In der Industrie sank der Wert um 0,8 Punkte auf 53,1 Punkte. Immerhin wird für die Industrie damit noch ein Wachstum signalisiert. Entscheidend ist dafür die Marke von 50 Punkten.
"Was die Wachstums- und Inflationsaussichten angeht, hängt vieles von den Fortschritten bei der Beendigung des Konflikts im Nahen Osten ab", kommentierte Chris Williamson, Chefvolkswirt von S&P Global. "Doch auch hierzulande sehen wir Anzeichen dafür, dass das instabile politische Umfeld das Vertrauen der Unternehmen erschüttert und Ausgaben verzögert; auch hier muss sich die Lage beruhigen, um eine bessere Grundlage für eine Wiederbelebung des Wirtschaftswachstums zu schaffen."
Am Montag hatte der britische Premierminister Keir Starmer seinen Rücktritt angekündigt. Nachfolger wird voraussichtlich der frühere Bürgermeister von Greater Manchester, Andy Burnham./jsl/jkr/jha/
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