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CDU/CSU: Vorschläge zur Rente nicht zerpflücken

Die Reformvorschläge der Rentenkommission sollten nach Ansicht des CDU/CSU-Parlamentsgeschäftsführers im Bundestag, Hendrik Hoppenstedt, jetzt keinesfalls zerpflückt werden. Er werbe dringend dafür, die Vorschläge ohne größere Änderungen umzusetzen, sagte Hoppenstedt der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

Die von der Bundesregierung eingesetzte Kommission habe einen Gesamtvorschlag unterbreitet, der von allen ihren Mitgliedern getragen werde. "Nicht jeder Vorschlag wird bei uns oder der SPD auf Gegenliebe stoßen. Aber wir alle wissen, dass das Aufschnüren einzelner Punkte automatisch Forderungen der Gegenseite nach sich ziehen und dann von dem großen Wurf nicht viel übrig bleiben wird", erklärte der CDU-Abgeordnete, der die nördliche Region Hannover vertritt.

Doch sei man den Menschen schuldig, jetzt zu liefern. "Unsere Koalition wird daran gemessen, ob sie in der Lage ist, große Reformen durchzuführen", sagte er. "Die teilweise reflexhafte und pauschale Ablehnung einzelner Vorschläge wird den Interessen unseres Landes in seiner Gesamtheit nicht gerecht."

Übergabe der Vorschläge an Merz und Bas

Die Rentenkommission übergibt an diesem Dienstag ihren Abschlussbericht an Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD). Nach den bereits vorab bekanntgewordenen Vorschlägen schlägt die Expertenrunde eine Anhebung des Rentenalters vor. Zudem soll nach ihren Vorstellungen eine neue Kapitalsäule aufgebaut werden, um die Renten in Zukunft höher halten zu können. Die abschlagsfreie Frührente für Versicherte mit 45 Beitragsjahren würde demnach wegfallen.

Die Reform soll die Rente stabilisieren und bezahlbar halten, denn wegen der Alterung der Gesellschaft werden die Bezüge von immer mehr Rentnerinnen und Rentnern von immer weniger Beitragszahlenden finanziert./toz/DP/zb

AXC0035 2026-06-23/06:14

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