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Berichte: Protest der iranischen Delegation nach Trump-Drohungen

Nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim hat die iranische Delegation in Bürgenstock Protest gegen die jüngsten Drohungen von US-Präsident Donald Trump eingelegt. Dem englischsprachigen Staatssender Press TV zufolge prüfe die iranische Abordnung nun eine angemessene Reaktion darauf.

Laut Tasnim gelten auch Drohungen im Rahmen des Abkommens zwischen den USA und dem Iran als Verstoß, der Teheran zu einer Reaktion berechtigt. Tatsächlich verpflichten sich beide in der Vereinbarung, auf Angriffe und Drohungen zu verzichten.

Kurz darauf berichtete die iranische Nachrichtenagentur Isna, das Treffen zwischen dem Iran, der USA, Pakistan und Katar sei nach 80 Minuten für interne Beratungen unterbrochen worden. Vertreter der iranischen Delegation haben sich dazu bislang nicht offiziell geäußert.

Am Sonntagnachmittag hatte US-Präsident Donald Trump Drohungen in Richtung Teheran gesendet. Der Iran müsse seine "hoch bezahlten Stellvertreter" im Libanon unverzüglich daran hindern, Unruhe zu stiften, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. "Wenn sie das nicht tun, werden wir den Iran erneut sehr hart treffen", erklärte Trump. Dem Sender Fox News sagte Trump, er habe dem Iran wegen der Straße von Hormus eine dringende Warnung übermittelt. "Wenn ihr sie schließt, habt ihr kein Land mehr", wurde Trump von Fox News zitiert. "Ihr werdet nicht einmal mehr in euer verdammtes Land zurückkehren können."

Der gut vernetzte Journalist Barak Ravid schrieb auf X unter Berufung auf einen Diplomaten, der an dem Treffen in der Schweiz teilnehme, die Gespräche zwischen den USA und dem Iran dauerten an./str/DP/he

AXC0047 2026-06-21/19:18

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