ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: EuroStoxx beendet eine gute Woche leicht im Minus
Der EuroStoxx 50 hat
am Freitag eine starke Börsenwoche mit leichten Verlusten beendet.
Der Leitindex der Eurozone ging 0,48 Prozent tiefer bei 6.293,13
Punkten aus dem Handel, nachdem er sich am Vormittag noch einmal zu
einem weiteren Rekordhoch aufgerafft hatte. Angesichts der
Hoffnungen auf einen dauerhaften Frieden zwischen den USA und dem
Iran ergibt sich auf Wochensicht ein Plus von 1,71 Prozent.
Außerhalb der Eurozone ging es für den Schweizer SMI
geringfügig auf 13.774,02 Punkte nach oben. Der britische FTSE 100
verlor 0,35 Prozent auf 10.363,27 Punkte.
Am Freitag hielten sich die Kursbewegungen in Grenzen, denn in den
USA wurde feiertagsbedingt nicht gehandelt. Impulse von dort blieben
also aus.
Auch der große Verfallstag konnte keine Akzente setzen. Am
Terminmarkt liefen Kontrakte auf Aktien und Indizes aus. Vom "großen
Verfall" sprechen Börsianer, wenn Optionen und Futures auf Indizes
und einzelne Aktien am selben Tag verfallen.
Aktuell sind Marktteilnehmer einerseits optimistisch hinsichtlich
der Wiedereröffnung der für den Öltransport so bedeutenden Meerenge
von Hormus nach dem Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran,
andererseits etwas skeptisch, ob das Abkommen von Bestand sein wird.
Dass die für diesen Freitag in der Schweiz angedachte erste
Gesprächsrunde zwischen den USA und dem Iran zur Ausgestaltung des
Rahmenabkommens abgesagt wurde, hinterließ in den Indizes keine
Schäden.
Der Ölsektor unternahm als bester der
Stoxx-600-Übersicht mit plus 1,3 Prozent einen
Stabilisierungsversuch nach seiner jüngsten Schwäche im Zuge der
gesunkenen Ölpreise. Am anderen Ende des Tableaus verbuchte der
Sektor für Basisrohstoffe Verluste von 2,1 Prozent.
Für Aufmerksamkeit sorgte eine Warnung der US-Regierung an den
Anlagenbauer ASML , dass eines seiner Systeme für
Extrem-Ultraviolett-Lithografie in China im Einsatz sein könnte. Die
Niederländer erklärten prompt, dass sie weder die Anlagen noch
Zubehör ins Reich der Mitte exportiert hätten. ASML-Aktien verloren
mehr als ein Prozent, nachdem sie tags zuvor einen neuerlichen
Rekord erreicht hatten.
Optimismus der US-Bank JPMorgan trieb die Aktien von Vestas
um gut fünf Prozent hoch. Analyst Akash Gupta hatte
in seiner Einschätzung zu dem dänischen Windkraftkonzern den Hinweis
"Positive Catalyst Watch" platziert, womit er mit Blick auf
bevorstehende Geschäftszahlen mit positiven Trends rechnet. So hält
Gupta eine Anhebung der Jahresziele mit dem Halbjahresbericht Mitte
August für wahrscheinlich./la/men