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Wiener Aktienmarkt vorbörslich mit Abgaben erwartet / ATX konsolidiert weiter Rekordhoch - Großer Verfall an den Terminbörsen

Der Wiener Aktienmarkt dürfte am Freitag zunächst seine jüngste Konsolidierung fortsetzen. Bankenindikationen sahen den ATX rund 40 Minuten vor Handelsbeginn bei 6.487 Punkten und damit 0,6 Prozent unter dem Schlusskurs vom Vortag. Am Donnerstag hatte der Leitindex noch im frühen Handel ein Rekordhoch bei knapp 6.572 Zählern aufgestellt, letztlich aber mit Abgaben geschlossen.

Anleger müssen das Gesamtpaket der jüngsten Geschehnisse erst einmal verdauen. Das Iran-Abkommen ist unterschrieben, Öl soll wieder durch die Straße von Hormuz gelangen und die Erwartungen an eine US-Zinserhöhung steigen. Ob das alles so kommt und bleibt, muss sich zeigen. Die Vorgaben sind zu Wochenschluss nicht eindeutig, denn in Asien konnten wichtige Börsen in Japan und Südkorea den Kursgewinnen an der New Yorker Nasdaq nicht folgen. Neue Impulse aus den USA wird es am Freitag wegen des dort verlängerten Wochenendes nicht geben. Der Marktbeobachter Thomas Altmann von QC Partners rechnet deshalb auch in Europa mit reduzierten Umsätzen, die den Markt anfälliger für Schwankungen machten.

Zu solchen Schwankungen beitragen könnte auch der am Mittag anstehende Verfall an den Terminbörsen. Dann laufen Optionen und Futures auf Aktien und Indizes aus, was zumindest für gewisse Volatilität sorgen könnte.

Unternehmensseitig blieb die Nachrichtenlage ruhig. Bei Zumtobel bestätigte die Erste Group ihre Halteempfehlung, senkte aber das Kursziel von 5,4 auf 4,8 Euro. Die Senkung des Kursziels sei in erster Linie auf niedrigere Gewinnprognosen zurückzuführen, die eine schwächere Umsatzentwicklung und höhere Restrukturierungskosten widerspiegeln als zuvor angenommen, schrieb Analyst Michael Marschallinger.

Am Donnerstag hatte der ATX um 0,63 Prozent schwächer bei 6.527,41 Punkten geschlossen.

Die größten Kursgewinner im prime market am Donnerstag:

AT&S           +5,61% 226,00 Euro
Lenzing        +4,13% 29,00 Euro 
Flughafen Wien +2,22% 50,60 Euro 

Die größten Kursverlierer im prime market am Donnerstag:

Schoeller-Bleckmann -6,12% 31,45 Euro
voestalpine         -3,45% 44,80 Euro
Strabag             -2,81% 90,00 Euro

spa/rst

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