Aktien Wien Schluss: ATX verliert über ein halbes Prozent
Die Wiener Börse hat sich am Donnerstag mit einer
schwächeren Tendenz aus dem Handel verabschiedet. Der ATX
gab 0,63 Prozent auf 6.527,41 Punkte ab. Zuvor hatte
der österreichische Leitindex einen Rekordkurs mit fünf Gewinntagen
in Folge absolviert. An den europäischen Leitbörsen gab es am
Berichtstag keinen einheitlichen Richtungstrend zu sehen.
Am Wiener Aktienmarkt gestaltete sich die Meldungslage auf
Unternehmensebene dünn. Deutlich nach oben ging es erneut für die
Papiere von AT&S und Lenzing . Ölwerte
litten unter den weiter sinkenden Rohölnotierungen.
Der Aktienindex Stoxx Europe 600 ist um ein
österreichisches Unternehmen reicher: Der Leiterplatten- und
IC-Substrat-Hersteller AT&S wurde im Zuge einer
Neugewichtung in den Index aufgenommen. Die Aktien von AT&S gewannen
weitere 5,6 Prozent. Seit dem Jahresauftakt haben die Papiere in
Summe bereits beachtliche 600 Prozent an Wert gewonnen.
Die Papiere von Lenzing setzten den gestrigen Höhenflug mit plus 4,1
Prozent fort. Zur Wochenmitte waren die Papiere des Faserherstellers
nach einer "Buy"-Empfehlung der Berenberg Bank um fast 15 Prozent
nach oben geklettert.
Die Aktie der Uniqa wurde am Berichtstag ex Dividende
gehandelt. Die Titel des Versicherers büßten 4,7 Prozent
beziehungsweise 0,84 Euro ein. Bereinigt um den Dividendenabschlag
in Höhe von 72 Cent schlossen die Titel nur leicht im Minusbereich.
Die Experten von Barclays bestätigten ihre Einstufung "Overweight"
für die Aktie der Erste Group . Als Kursziel wurde
unverändert 123 Euro errechnet. Die Erste Group-Anteilsscheine
legten 0,2 Prozent auf 116,1 Euro zu.
Die schwergewichteten Branchenkollegen Bawag (minus
0,8 Prozent) und Raiffeisen Bank International minus
0,6 Prozent) sanken ebenfalls.
Belastet von erneut gesunkenen Ölpreisen gaben die OMV
-Papiere 2,1 Prozent nach. Die Aktien des
niederösterreichischen Ölfeldausrüsters SBO kamen um
6,1 Prozent zurück.
Unter den europaweit schwachen Stahlwerten büßten Voestalpine
3,5 Prozent an Kurswert ein. Tiefrot schlossen auch
die Bauwerte. Strabag verloren 2,8 Prozent und Porr
fielen um zwei Prozent./ste/mik/APA/men