Devisen (Früh) - Euro bei 1,1524 US-Dollar etwas erholt / Nach deutlichen Vortagesrückgängen
Der Euro hat sich am Donnerstag in der Früh zum US-Dollar nach den deutlichen Vortagesrückgängen etwas erholt präsentiert. Gegen 8.45 Uhr kostete die Gemeinschaftswährung 1,1524 US-Dollar, nach 1,1510 Dollar am Vorabend.
Zur Wochenmitte hatte die Aussicht auf eine mögliche Zinserhöhung in den USA den US-Dollar nach oben getrieben. Im Anschluss an die Zinsentscheidung unter dem neuen Fed-Chef Kevin Warsh war der Euro am Mittwochabend um mehr als einen Cent abgerutscht und zeitweise unter die Marke von 1,15 US-Dollar gefallen.
Wegen der Energiekrise und Inflationssorgen infolge des Iran-Kriegs rührte die Fed ein weiteres Mal den Leitzins nicht an. Der Zentralbankrat stimmte geschlossen für eine erneute Zinspause. Unter dem neuen Fed-Chef Kevin Warsh gab es damit nicht die von US-Präsident Donald Trump geforderte Zinssenkung, was den Dollar entsprechend stützte. Zudem rechnet die Fed für das laufende Jahr mit einer deutlich höheren Inflation als bisher.
"Das Statement der Notenbank und die Äußerungen des neuen Fed-Chefs Warsh lassen darauf schließen, dass in den kommenden Monaten mit einer Zinsänderung zu rechnen ist", schreiben die Experten der Helaba in ihrem Frühkommentar. Interessant sei der Blick auf die neuen Leitzinsprojektionen: Demnach halte die überwiegende Mehrheit der Mitglieder im Fed-Entscheidungsgremium bis zum Jahresende unveränderte oder höhere Zinsen für gerechtfertigt. Dies stehe im Gegensatz zu der letztmalig erhobenen Projektion im März, als noch von einer Zinssenkung ausgegangen worden sei.
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