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Aktien Frankfurt Ausblick: Leichte Verluste - Fed stellt auf höhere Zinsen ein

Nach den Zinssignalen der US-Notenbank Fed und wegen durchwachsener Übersee-Vorgaben zeichnet sich am Donnerstag am deutschen Aktienmarkt ein etwas schwächerer Auftakt ab. Knapp eine Stunde vor Handelsbeginn signalisierte der X-Dax als außerbörslicher Indikator für den Dax einen 0,2 Prozent tieferen Start bei 24.890 Punkten. Der Leitindex würde damit über der 21-Tage-Linie bei derzeit 24.839 Punkten verharren.

Unter Führung des neuen Vorsitzenden Kevin Warsh hat die US-Notenbank Fed die von US-Präsident Trump geforderten Zinssenkungen nicht durchgesetzt, sondern eher Signale einer Straffung gegeben. "Die aktualisierten Prognosen sowie Warshs wiederholte Betonung der Preisstabilität veranlasste die Märkte dazu, ihre Erwartungen hinsichtlich einer strafferen Geldpolitik auf Oktober dieses Jahres vorzuverlegen", schrieben am Morgen die Experten der Commerzbank.

In den USA war der Dow Jones Industrial am Mittwoch nach einem Rekord im frühen Handel klar ins Minus gedreht, während die Nasdaq-Indizes weiter korrigierten - nebst der SpaceX-Aktien nach ihrem eindrucksvollen Börsengang. In Asien zeigten sich die Börsen in Japan und Südkorea aber schon wieder robust. Dort seien die "Käufer gleich wieder zurück", sagte am Morgen ein Händler.

Etwas erleichternd wirkt, dass das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran laut dem Vermittlerstaat Pakistan mit "sofortiger Wirkung" in Kraft tritt. Teheran werde die Straße von Hormus "unverzüglich wieder öffnen", und die USA würden die Seeblockade iranischer Häfen umgehend aufheben, gab der pakistanische Ministerpräsident Shehbaz Sharif auf der Kurzmitteilungsplattform X bekannt. US-Präsident Donald Trump und der iranische Präsident Massud Peseschkian hatten die Vereinbarung zuvor unterzeichnet.

Auf Unternehmensseite ist die Nachrichtenlage dünn. Chipwerte dürften im Fokus bleiben, nachdem der Branchenindex SOX am Vortag in den USA schon zugelegt hatte und sich dies in Asien mit Kursgewinnen bei SK Hynix bestätigte. Vor diesem Hintergrund werden Infineon-Aktien auf der Plattform Tradegate ein halbes Prozent über ihrem Xetra-Schlusskurs gehandelt. Am Markt wurde als Treiber auf Nachrichten zu Intel verwiesen. Darin geht es wohl um neue, effizientere Fertigungsprozesse und eine Zusammenarbeit mit Apple, auf die US-Präsident Donald Trump hinwies.

Bei Bayer kommt die Nachlese daher, dass der Chemie- und Pharmakonzern am Vortag in den Rechtsstreitigkeiten um den Unkrautvernichter Glyphosat einen Teilerfolg erzielt hat. Die Aktien hatten deshalb am Mittwoch im Schlusshandel schon angezogen und müssen dieses Niveau nun verteidigen. UBS-Analyst Matthew Weston sieht für Bayer einen wichtigen Erfolg darin, dass ein Richter den milliardenschweren US-Vergleich zurück an ein Gericht in Missouri verwiesen hat. Denn der dortige Richter habe bereits die Rahmenbedingungen für den Vergleich genehmigt.

Vorbörslich erstarken die Aktien von Talanx um mehr als zwei Prozent. Die Investmentbank Exane BNP hat den Versicherer auf "Outperform" hochgestuft mit einem Kursziel von 120 Euro. Nach der Erholung vom Tief seit April 2025, die die Aktien in den vergangenen Tagen begonnen haben, verspricht die Zielmarke noch ein 15-prozentiges Kurspotenzial./tih/stk

 ISIN  DE0008469008  DE0008467416

AXC0054 2026-06-18/08:20

Relevante Links: Space Exploration Technologies Corp., Bayer AG, SK hynix, Inc., Infineon Technologies AG, Talanx AG

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