POLITIK: Hunderttausende Fach- und Arbeitskräfte angeworben
Seit 2020 haben rund 765.000 Menschen aus Nicht-EU-Ländern eine Aufenthaltserlaubnis im Zusammenhang mit sogenannter Arbeits- und Fachkräftezuwanderung in Deutschland bekommen. Das geht aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage des AfD-Abgeordneten René Springer hervor.
Die Zahl der jährlich erteilten Aufenthaltserlaubnisse für Fachkräfte stieg demnach. 2025 waren es den Angaben zufolge rund 205.000, im Jahr davor etwa 157.000 und 2023 rund 133.000. Als Fachkraft können etwa Menschen mit Berufsausbildung, Hochschulausbildung oder im Rahmen von Forschung nach Deutschland kommen. Auch für die aktive Jobsuche oder die Aufnahme einer Berufsausbildung gibt es unter bestimmten Voraussetzungen Aufenthaltsgenehmigungen. Die Regeln waren in den vergangenen Jahren erleichtert worden.
605.000 Personen mit Fachkraft-Aufenthaltstitel in Deutschland
Zum 30. April dieses Jahres hielten sich rund 605.000 Personen in Deutschland auf, die einen entsprechenden Aufenthaltstitel hatten. Die zehn am häufigsten vertretenen Staatsangehörigkeiten sind Indien (91.000) vor Vietnam und der Türkei mit jeweils rund 35.000 Personen und China (31.400). Dahinter liegen Russland, Marokko und der Iran (jeweils rund 23.000) vor Bosnien-Herzegowina, dem Kosovo und der Ukraine (jeweils rund 19.000).
Springer kritisierte, der Fachkräftemangel müsse im eigenen Land bekämpft werden. Er nannte es absurd, hunderttausendfach Arbeitskräfte aus dem Ausland anzuwerben, während hierzulande Millionen erwerbsfähige Leistungsberechtigte Grundsicherungsleistungen bezögen./jr/DP/zb
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