G7-Länder wollen Entwicklungshilfe reformieren
Die führenden westlichen Industriestaaten haben sich auf dem G7-Gipfel in Évian für eine Reform der Entwicklungshilfe ausgesprochen. Das bestehende System der internationalen Entwicklungszusammenarbeit müsse reformiert werden, um den Bedürfnissen künftiger Generationen und den Herausforderungen der Gegenwart gerecht zu werden, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung der G7-Länder.
Traditionelle Entwicklungsstrategien hätten zwar zu wichtigen Ergebnissen geführt, aber beim Verringern der Abhängigkeit von ausländischer Hilfe, dem Stärken der Eigenverantwortung und der Schaffung von Wachstumsanreizen nur begrenzte Auswirkungen gezeigt. Die Entwicklungshilfe sei zudem zu komplex geworden, was zu einer suboptimalen Nutzung der Ressourcen führe, hieß es in der Erklärung.
Öffentliche Mittel reichen für Entwicklungshilfe nicht aus
Große wirtschaftliche Ungleichgewichte, Krisen und Konflikte sowie anhaltende Armut und hohe Schulden erhöhten den Finanzbedarf, was sich unverhältnismäßig stark auf die schwächsten Länder auswirke. Öffentliche Mittel spielten weiterhin eine zentrale Rolle, reichten jedoch allein nicht aus, um den gesamten Entwicklungsbedarf weltweit zu decken.
Nötig seien zudem privates Kapital, Mischfinanzierungen sowie faire und transparente Darlehen. "Wir müssen strukturierte Reformen vorantreiben, um die Entwicklungsarchitektur zu straffen und sicherzustellen, dass sie wirksam und leistungsfähig ist", so die Erklärung. Nötig seien zudem privates Kapital, Mischfinanzierungen sowie faire und transparente Darlehen./evs/DP/stw
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