Devisen (Früh) - Euro etwas leichter bei 1,1586 US-Dollar / Auftrieb durch die mögliche Einigung auf ein Kriegsende zwischen den USA und dem Iran
Der Euro hat am Dienstag einen Teil seiner Gewinne vom Vortag wieder abgegeben. Im frühen Handel kostete die Gemeinschaftswährung 1,1586 US-Dollar und damit etwas weniger als am Vorabend. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zum Wochenstart noch auf 1,1607 Dollar festgesetzt. Die Einigung auf ein Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran hatte dem Euro zu Wochenbeginn Auftrieb verliehen. Das Abkommen soll an diesem Freitag unterzeichnet werden.
Der Euro profitierte gestern laut den Analysten der Helaba gegenüber dem US-Dollar von der zunehmenden Risikoneigung und den nachgebenden US-Zinserhöhungserwartungen. Die 21-Tagelinie konnte aber nicht dauerhaft zurückerobert werden. Das Kursniveau liegt zudem noch immer weit unter den Niveaus von Mitte April (Hoch bei 1,1849) und noch deutlicher unter dem im Jänner markierten Jahreshoch (1,2081).
Neben der Lage im Iran richtet sich laut Helaba am Vormittag die Aufmerksamkeit auf die Ergebnisse der ZEW-Umfrage der vergangenen Woche. Die positiven Entwicklungen in Sachen Nahost-Konflikt und die rückläufigen Energiepreise dürften sich dabei aber wohl noch nicht nachhaltig niedergeschlagen haben. Eine leicht positive Entwicklung der Konjunkturerwartungen in Deutschland erscheine dennoch möglich. Da aber die Lagebeurteilung wohl nochmals schwach ausfallen dürfte, bestehe für konjunkturelle Euphorie in Deutschland kein Grund, mahnen die Experten.
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