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ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Iran-Einigung treibt Techwerte - Dow-Rekord

Das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran zur Beilegung des Krieges hat die US-Börsen am Montag beflügelt. Die konjunktursensiblen Technologiewerte zogen stark an, und der Leitindex Dow Jones Industrial erreichte ein Rekordhoch. Anleger reagierten erleichtert auf den deutlich gesunkenen Ölpreis, denn dadurch wurden vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank am Mittwoch unter dem neuen Vorsitzenden Kevin Warsh Inflationssorgen gelindert.

Der Dow legte am Ende um 0,92 Prozent auf 51.671,03 Punkte zu. Der marktbreite S&P 500 gewann 1,65 Prozent auf 7.554,29 Punkte, und der technologielastige Nasdaq 100 stieg um 3,06 Prozent auf 30.543,92 Punkte.

Nach wochenlangen Verhandlungen haben sich die USA und der Iran auf ein Abkommen verständigt, doch über dessen Inhalt ist noch nicht viel bekannt. Eine wesentliche Streitfrage war bis zuletzt die Öffnung der Straße von Hormus.

Hier soll der Iran eingelenkt und nach der Unterzeichnung eine Öffnung der Meerenge versprochen haben. Im Gegenzug dafür ordnete US-Präsident Donald Trump nach eigenen Angaben an, die US-Seeblockade iranischer Häfen umgehend aufzuheben. Damit wurde eine der Hauptforderungen der Iraner erfüllt, während die USA auf die Öffnung der Straße von Hormus warten müssen. Außerdem droht möglicherweise ein Gebühren-Modell für die Durchfahrt der Meerenge.

Viele Stimmen bewerteten den Deal als Zwischenschritt in einem diplomatischen Prozess mit noch vielen Hürden - vor allem angesichts des tiefen Misstrauens auf beiden Seiten. Als ein Stolperstein gilt die Entwicklung im Libanon. Die israelische Armee wird sich laut Verteidigungsminister Israel Katz vorerst nicht aus den besetzten Gebieten im Südlibanon zurückziehen.

"Die Risikobereitschaft ist zurück, fraglich ist aber, ob die Meerenge vollständig wieder öffnet", so Christopher Dembik, Senior Investment Manager bei Pictet Asset Management. Trump habe keine gute Erfolgsbilanz bei dauerhaften Abkommen im Nahen Osten, daher bestehe das Risiko, dass die Spannungen im Sommer wieder steigen.

Zu Wochenbeginn jedoch überwog der Optimismus der Anleger spürbar. Der Preisrutsch beim Rohöl trieb die Aktien von Fluggesellschaften an, die von der Aussicht auf nachgebende Kerosinpreise profitierten. Damit stiegen die Papiere von American Airlines um 3,2 Prozent und die von Delta Air Lines um 1,2 Prozent. An der Dow-Spitze zogen die Anteilsscheine des Flugzeugbauers Boeing um 4,5 Prozent an.

Die Aktien von Ölkonzernen hingegen litten unter dem stark gefallenen Ölpreis. So büßten Chevron am Dow-Ende 3,6 Prozent ein. Für Exxon Mobil ging es noch etwas stärker nach unten.

Stark gefragt wiederum waren in dem freundlichen Umfeld die Technologiewerte, die damit weiterhin von der Hoffnung auf gute Geschäfte mit Anwendungen rund um Künstliche Intelligenz (KI) profitierten. Unter den besten Werten im Nasdaq 100 sprangen Aktien des Halbleiterherstellers Micron Technology um fast 11 Prozent in die Höhe. Titel des Herstellers von Datenspeichern Western Digital zogen an der Index-Spitze um gut 16 Prozent an.

Nach dem fulminanten Börsendebüt Ende letzter Woche schnellten die Aktien des Weltraum- und KI-Konzerns SpaceX um fast ein Fünftel auf 192,50 US-Dollar nach oben und übertrafen damit den Höchststrand vom Freitag. Sie waren am ersten Handelstag mit einem Plus von 19 Prozent bei rund 161 Dollar aus dem Handel gegangen./la/men

--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---

 ISIN  US2605661048  US6311011026  US78378X1072

AXC0270 2026-06-15/22:36

Relevante Links: Space Exploration Technologies Corp., Boeing Company, American Airlines Group Inc., Delta Air Lines, Micron Technology Inc., Chevron Corp., Western Digital Corp., Exxon Mobil Corporation

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