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ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: EuroStoxx auf Rekordhoch nach Iran-Einigung

Das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran zur Beilegung des Krieges hat den EuroStoxx 50 am Montag angetrieben. Der Eurozonen-Leitindex war zu Handelsbeginn auf ein Rekordhoch gesprungen, bevor der Schwung wieder etwas nachließ. Am Ende stand ein Plus von 0,68 Prozent auf 6.229,43 Punkte zu Buche.

Der britische FTSE 100 konnte seine Gewinne nicht halten und schloss 0,39 Prozent im Minus bei 10.430,62 Punkten. In Zürich ging der SMI geringfügig höher bei 13.717,54 Punkten aus dem Handel.

Nach wochenlangen Verhandlungen haben sich die USA und der Iran auf ein Abkommen verständigt, doch über dessen Inhalt ist noch nicht viel bekannt. Die formelle Unterzeichnung der Vereinbarung soll am Freitag stattfinden.

Eine wesentliche Streitfrage war bis zuletzt die Öffnung der Straße von Hormus. Hier soll der Iran eingelenkt und nach der Unterzeichnung eine Öffnung der Meerenge versprochen haben. Im Gegenzug dafür ordnete US-Präsident Donald Trump nach eigenen Angaben an, die US-Seeblockade iranischer Häfen umgehend aufzuheben. Damit wurde eine der Hauptforderungen der Iraner erfüllt, während die USA auf die Öffnung der Straße von Hormus warten müssen. Außerdem droht möglicherweise ein Gebühren-Modell für die Durchfahrt der Meerenge.

Es gebe zwar weiter noch Unsicherheiten, ob am Freitag tatsächlich ein Abkommen unterzeichnet wird, schrieb Analyst Maximilian Uleer von Deutsche Bank Research. Die Wahrscheinlichkeit einer Wiedereröffnung der Straße von Hormus sei seit Kriegsbeginn aber noch nicht so hoch gewesen.

Nachdem der Krieg die Ölpreise kräftig nach oben getrieben hatte, gaben sie nun in Reaktion auf die Einigung deutlich nach. Aktien von Ölwerten wurden von den Anlegern verkauft. So sackten BP , Totalenergies und Eni um bis zu 4,7 Prozent ab. Der entsprechende Branchenindex gab um 3,1 Prozent nach.

An der Spitze der europäischen Sektoren lagen derweil Autoaktien mit einem Plus von 2,6 Prozent. Sie reagierten damit besonders positiv auf die Aussicht auf eine konjunkturelle Belebung im Falle eines dauerhaften Friedens in Nahost. Für die Titel von Stellantis ging es um 3,2 Prozent nach oben, Renault stiegen um 3,7 Prozent.

Unter den besten Werten im EuroStoxx gewannen Ferrari nach einem positiven Analystenkommentar gut vier Prozent. Der 26-prozentige Kursrückgang in den vergangenen zwölf Monaten übertreibe die Markenrisiken, schrieb Edouard Aubin von der US-Investmentbank Morgan Stanley. Denn die Gewinnschätzungen für 2026 und 2027 seien nur um rund 4 Prozent zurückgegangen. So erschienen unter anderem die Risiken im Zusammenhang mit dem Elektromodell Luce des Luxussportwagenbauers eingepreist.

An der Börse in Wien machten die Anteilsscheine von AT&S einen Kurssprung um 36 Prozent, nachdem der Technologiekonzern seinen Jahresausblick wegen eines neuen Liefervertrages mit dem US-Chipkonzern AMD angehoben hatte./la/men

 ISIN  GB0001383545  FR0003500008  EU0009658145  CH0009980894

AXC0246 2026-06-15/18:44

Relevante Links: Advanced Micro Devices Inc., AT&S Austria Technologie & Systemtechnik AG, Ferrari N.V., BP plc, Renault S.A., Eni S.p.A., Stellantis N.V., TotalEnergies SE

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