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Aktien Europa: Einigung im Iran-Konflikt sorgt für Kursgewinne - Ölwerte fallen

Das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran zur Beilegung des Krieges hat an Europas Aktienmärkten für Kursgewinne gesorgt. Der EuroStoxx 50 stieg am Mittag um 1,0 Prozent auf 6.249 Punkte. Außerhalb der Eurozone legte der schweizerische SMI um 0,5 Prozent auf 13.779 Punkte zu. Der britische FTSE 100 stieg um 0,2 Prozent auf 10.488 Zähler.

Nach wochenlangen Verhandlungen haben sich die USA und der Iran am Wochenende auf eine Absichtserklärung geeinigt, die eine Verlängerung der Waffenruhe und eine vollständige Wiedereröffnung der für die Weltwirtschaft wichtigen Straße von Hormus vorsieht. Die Einigung soll den Grundstein für weitere Verhandlungen legen, die etwa Teherans Atomprogramm zum Thema haben. Die formelle Unterzeichnung der Vereinbarung soll am Freitag stattfinden.

"Es gibt zwar weiter noch Unsicherheiten, ob am Freitag tatsächlich ein Abkommen unterzeichnet wird", so Analyst Maximilian Uleer von Deutsche Bank Research. Die Wahrscheinlichkeit einer Wiedereröffnung der Straße von Hormus sei seit Kriegsbeginn aber noch nicht so hoch gewesen.

Nachdem der Krieg die Ölpreise kräftig nach oben getrieben hatte, gaben sie nun in Reaktion auf die Einigung deutlich nach. Aktien von Ölwerten wurden von den Anlegern verkauft. So sackten Totalenergies , Eni und BP zuletzt zwischen 3,7 und 5,2 Prozent ab. Der Branchenindex gab 3,3 Prozent nach.

An der Spitze der europäischen Sektoren lagen indessen Autoaktien mit einem Plus von 3,3 Prozent. Für die Titel von Stellantis ging es deutlich um 5,4 Prozent nach oben, Renault stiegen um 4,2 Prozent.

An der Börse in Wien machte die Aktie von AT&S einen Kurssprung um 27 Prozent, nachdem der Technologiekonzern seinen Jahresausblick wegen eines neuen Liefervertrages mit dem US-Chipkonzern AMD angehoben hatte./err/jha/

 ISIN  GB0001383545  FR0003500008  CH0009980894  NL0006294274

AXC0140 2026-06-15/11:53

Relevante Links: Euronext N.V., Advanced Micro Devices Inc., AT&S Austria Technologie & Systemtechnik AG, BP plc, Renault S.A., Eni S.p.A., Stellantis N.V., TotalEnergies SE

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