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Rohstoffe (Vormittag) - Ölpreise zu Wochenbeginn unter Druck / Einigung zwischen den USA und Iran drückt Rohölnotierungen - Goldpreis mit klaren Zugewinnen

Die Ölpreise sind infolge der Einigung zwischen den USA und dem Iran zu Wochenbeginn deutlich gefallen. Der Preis für die weltweite Referenzsorte Brent mit Lieferung im August gab um am Montagvormittag gut vier Prozent auf 83,22 US-Dollar je Barrel (159 Liter) nach. Der Preis für die US-Sorte WTI mit Lieferung Ende Juli sackte um 4,8 Prozent auf gut 80 Dollar pro Fass ab.

Die für den Welthandel wichtige Straße von Hormuz soll laut US-Angaben aufgrund notwendiger Minenräumung erst nach der formellen Unterzeichnung des Iran-Abkommens am Freitag geöffnet werden. Nach Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar hatte Teheran die Schifffahrt in der Straße von Hormuz mit Drohungen und Angriffen weitestgehend zum Erliegen gebracht, weshalb die Energiepreise weltweit anstiegen. Ein Fass Öl der Sorte Brent hatte zwischenzeitlich mehr als 120 Dollar gekostet. Die Meerenge ist von entscheidender Bedeutung für den Export von Öl und Flüssiggas aus den rohstoffreichen Staaten am Persischen Golf.

Der Preis für Rohöl der Organisation Erdölexportierender Länder (OPEC) ist zuletzt gesunken. Wie das OPEC-Sekretariat mitteilte, betrug der Korbpreis am Freitag 91,68 US-Dollar je Barrel (159 Liter). Am Donnerstag hatte der Preis 98,07 Dollar betragen. Die OPEC berechnet diesen Preis auf Basis der wichtigsten Sorten des Kartells.

Der Goldpreis zog zu Wochenbeginn hingegen merklich an. Zuletzt wurde eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) bei 4.337,36 US-Dollar gehandelt und damit 2,9 Prozent höher als zuletzt. Bereits in den vergangenen Handelstagen hatte die Aussicht auf eine Einigung der beiden Länder dem Goldpreis Auftrieb verliehen.

Nach der Einigung ist der Kurs des US-Dollar unter Druck geraten, während andere Währungen im Gegenzug zulegen konnten. Da Gold auf dem Weltmarkt in der US-Währung gehandelt wird, stützt ein fallender Dollar die Nachfrage nach dem Edelmetall und treibt den Preis.

Die Einigung erfolgte vor der Zinsentscheidung mehrerer Zentralbanken, darunter die US-Notenbank Fed. Es wird zwar allgemein erwartet, dass die Fed am Mittwoch den Leitzins nicht verändern wird. Allerdings dürfte der aktuelle Rückgang der Ölpreise infolge der Einigung zwischen den USA und dem Iran die Inflationserwartung sowie die Spekulation auf eine mögliche Zinserhöhung durch die Fed im weiteren Verlauf des Jahres dämpfen.

ger/szk

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