ROUNDUP/Aktien New York Schluss: SpaceX-IPO und Lage in Nahost helfen Kursen
Der erfolgreiche SpaceX
-Börsengang (IPO) und zunehmende Hinweise auf einen
möglichen Frieden im Nahen Osten haben den US-Börsen am Freitag
weitere Gewinne beschert. Diese fielen allerdings nicht so fulminant
wie am Vortag aus. Zum Handelsende notierte der Leitindex Dow Jones
Industrial 0,70 Prozent höher bei 51.202,26 Punkten.
Der marktbreite S&P 500 stieg um 0,50 Prozent auf
7.431,46 Punkte.
Für den schon vortags besonders starken, technologielastigen
Auswahlindex Nasdaq 100 ging es mit dem
SpaceX-Börsengang um weitere 0,64 Prozent auf 29.635,95 Punkte hoch.
Ihm halfen auch die erneut starken Halbleiterwerte. Sorgen am Markt,
dass Anleger im Tech-Sektor massiv von gut gelaufenen Titeln in
SpaceX umschichten könnten, bewahrheiteten sich zunächst nicht.
Am Donnerstag hatte US-Präsident Donald Trump angekündigte Angriffe
auf den Iran abgeblasen und mit Verhandlungsfortschritten begründet.
Inzwischen bestätigten auch die als Vermittlerin wichtige
pakistanische Regierung und der Iran selbst die Einigung auf ein
mögliches Friedensabkommen.
Der Börsengang des Raumfahrt-, Satelliten- und KI-Unternehmens von
Tesla -Chef Elon Musk war der größte der Geschichte.
SpaceX verkaufte rund 555,6 Millionen Aktien und nahm damit 75
Milliarden Dollar ein. Das Unternehmen kam damit auf eine Bewertung
von 1,77 Billionen Dollar und war aus dem Stand mehr wert als etwa
der Facebook-Konzern Meta und der Elektroautobauer
Tesla.
Bereits der erste SpaceX-Kurs von 150 Dollar bedeutete einen
deutlichen Aufschlag auf den Ausgabepreis von 135 Dollar. Nach einem
Anstieg bis auf 176,52 Dollar bedeutete der Schlusskurs von 160,95
Dollar immer noch einen Kursgewinn von gut 19 Prozent, was die
Bewertung auf knapp 2,1 Billionen Dollar nach oben schraubte. SpaceX
rückte so schon an seinem ersten Handelstag in die Sphären der
wertvollsten US-Unternehmen auf.
Der Hype um SpaceX schob die Aktien anderer Unternehmen mit Bezug zu
Raumfahrt und Satelliten nur vorbörslich an. Letztlich ging es für
Firefly , Redwire , Rocket Lab
und MDA Space um bis zu 19 Prozent
bergab.
Aus dem starken Halbleitersektor stachen unter anderem Arm Holdings
und AMD mit Kursaufschlägen von 11,3
und 4,7 Prozent heraus. Analyst Atif Malik von der Citigroup sieht
den Chipkonzern AMD schon länger als Profiteur der starken Nachfrage
nach Hauptprozessoren (CPU) im Zuge des KI-Booms und rät nun zum
Kauf. AMD könnte auch im Bereich der Grafikprozessoren (GPU)
durchstarten. Es bestehe die Chance, den Löwenanteil des Bedarfs von
Meta abzugreifen.
In die andere Richtung ging es mit minus 6,8 Prozent für die Aktien
des Softwarekonzerns Adobe . Mit dem Weggang des
Finanzchefs überschattete ein weiterer Managementwechsel den
Quartalsbericht. Auch das gesenkte Ziel für die jährlich
wiederkehrenden Umsätze (ARR) lastete auf der Stimmung.
Bei Roku konnten sich die Anleger über einen
Kurssprung von 20 Prozent freuen. Der Anbieter von
TV-Streaming-Plattformen und entsprechender Hardware hat
informierten Personen zufolge frühe Gespräche über eine Übernahme
oder Fusion des Unternehmens mit mindestens einem US-Medienkonzern
geführt, wie Bloomberg berichtete. Noch gebe es aber keine finale
Entscheidung, hieß es weiter./gl/men