Aktien New York: Weitere Gewinne - SpaceX nach IPO mehr wert als Meta und Tesla
Der erfolgreiche Rekord-Börsengang von SpaceX
und Friedenshoffnungen für den Nahen Osten haben den
US-Börsen am Freitag weitere Gewinne beschert. Diese fielen
allerdings nicht so deutlich aus wie am Vortag. Zuletzt legte der
Leitindex Dow Jones Industrial um 0,71 Prozent auf
51.209 Punkte zu. Der marktbreite S&P 500 gewann 0,40
Prozent auf 7.424 Punkte.
Für den schon vortags besonders starken, technologielastigen
Auswahlindex Nasdaq 100 ging es mit dem SpaceX-IPO um
weitere 0,63 Prozent auf 29.631 Punkte hoch. Ihm halfen auch die
erneut starken Halbleiterwerte. Sorgen am Markt, dass Anleger im
Tech-Sektor massiv von gut gelaufenen Titeln in SpaceX umschichten
könnten, bewahrheiteten sich zunächst nicht.
Der Börsengang des Raumfahrt-, Satelliten- und KI-Unternehmens von
Tesla -Chef Elon Musk war der größte der Geschichte.
SpaceX verkaufte rund 555,6 Millionen Aktien zum Ausgabepreis von
135 US-Dollar und nahm damit 75 Milliarden Dollar ein. Das
Unternehmen kam damit auf eine Bewertung von 1,77 Billionen Dollar
und war aus dem Stand mehr wert als etwa der Facebook-Konzern Meta
und der Elektroautobauer Tesla.
Der erste SpaceX-Kurs von 150 Dollar bedeutete einen elfprozentigen
Aufschlag auf den Ausgabepreis. Zuletzt kletterten die Aktien auf
rund 167 Dollar, was die Bewertung auf 2,2 Billionen Dollar nach
oben schraubte. SpaceX rückte so schon an seinem ersten Handelstag
in die Sphären der wertvollsten US-Unternehmen auf.
Der Hype um SpaceX schob die Aktien anderer Unternehmen mit Bezug zu
Raumfahrt und Satelliten nur vorbörslich an. Zuletzt ging es für
Firefly , Redwire , Rocket Lab
und MDA Space um bis zu gut 17 Prozent
bergab.
Aus dem starken Halbleitersektor stachen unter anderem Arm Holdings
und AMD mit Kursaufschlägen von 10,3
und 5,2 Prozent heraus. Analyst Atif Malik von der Citigroup sieht
den Chipkonzern AMD schon länger als Profiteur der starken Nachfrage
nach Hauptprozessoren (CPU) im Zuge des KI-Booms und rät nun zum
Kauf. AMD könnte auch im Bereich der Grafikprozessoren (GPU)
durchstarten. Es bestehe die Chance, den Löwenanteil des Bedarfs von
Meta abzugreifen.
In die andere Richtung mit minus 7,7 Prozent ging es für die Aktien
des Softwarekonzerns Adobe . Mit dem Weggang des
Finanzchefs überschattete ein weiterer Managementwechsel den
Quartalsbericht. Auch das gesenkte Ziel für die jährlich
wiederkehrenden Umsätze (ARR) lastete auf der Stimmung./gl/men