Der Kurs des Euro hat am
Freitag seine Vortagsgewinne verteidigt. Am Nachmittag kostete die
Gemeinschaftswährung 1,1575 US-Dollar. Er bewegte sich so auf dem
Niveau vom Morgen. Die Europäische Zentralbank setzte den
Referenzkurs auf 1,1567 (Donnerstag: 1,1537) Dollar fest. Der Dollar
kostete damit 0,8645 (0,8667) Euro. Am Donnerstag hatte die
Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, dass ein Abkommen mit dem
Iran bereits an diesem Wochenende unterzeichnet werden könne, für
eine allgemein freundliche Stimmung an den Finanzmärkten gesorgt.
Der Eurokurs legte merklich zu. "Wir haben gerade eine großartige
Einigung im Krieg mit dem Iran erzielt", behauptete Trump im Weißen
Haus. Die Dokumente sollten in Kürze fertiggestellt und vielleicht
schon an diesem Wochenende in Europa unterzeichnet werden. Trump
dämpfte allerdings die Zuversicht am Nachmittag und hat dem Iran
vorgeworfen, Falschinformationen über mögliche Verabredungen mit den
USA zu verbreiten.
Die gesunkenen Ölpreise stützten den Euro, da die Eurozone im
Gegensatz zu den USA über keine größeren Ölreserven verfügt. Zudem
war die Weltleitwährung Dollar weniger gefragt.
"Die Euphorie um die jüngsten Entwicklungen im Nahen Osten birgt
Risiken", kommentierten Analysten der Dekabank. Eine mögliche
Unterzeichnung einer Vereinbarung zwischen den USA und dem Iran
dürfte im weiteren Handelsverlauf und am Wochenende das
entscheidende Ereignis sein. Das im Juni besser als erwartet
ausgefallene Verbrauchervertrauen der Universität von Michigan
stützte den Dollar nicht.
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für
einen Euro auf 0,86305 (0,86330) britische Pfund, 185,30 (185,21)
japanische Yen und 0,9217 (0,9221) Schweizer Franken fest. Die
Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) kostete zuletzt 4.190 Dollar. Das
waren 22 Dollar weniger als am Vortag./jsl/men