USA: Michigan-Konsumklima verbessert sich stärker als erwartet
Die Stimmung der Verbraucher in den USA hat sich im Juni stärker als erwartet aufgehellt. Das von der Universität Michigan erhobene Konsumklima stieg laut der am Freitag veröffentlichten ersten Schätzung um 4,1 Punkte auf 48,9 Punkte. Volkswirte hatten lediglich mit einem Anstieg auf 46,0 Punkte erwartet.
Besonders deutlich verbesserten sich die Erwartungen der Verbraucher. Aber auch die Beurteilung der aktuellen Lage fiel besser als im Vormonat aus.
"Die Verbraucher verspürten aufgrund des Rückgangs der Benzinpreise eine gewisse Entlastung", schrieb Joanne Hsu, Leiterin der Umfrage. "Diese maßvolle Verbesserung der Stimmung war weit verbreitet und zeigte sich unabhängig von Alter, Bildungsstand und politischer Zugehörigkeit."
Die Inflationserwartungen der Verbraucher gaben auf hohem Niveau etwas nach. Auf Sicht von einem Jahr sanken sie von 4,8 auf 4,6 Prozent. Die längerfristigen Inflationserwartungen (5 bis 10 Jahre) fielen von 3,9 auf 3,4 Prozent. Die US-Notenbank strebt lediglich eine Inflationsrate von 2 Prozent an. Im Mai war diese auf 4,2 Prozent gestiegen.
Der Indikator der Universität Michigan misst das Kaufverhalten der Verbraucher in den USA. Er basiert auf einer telefonischen Umfrage unter etwa 500 Haushalten. Abgefragt werden die finanzielle und wirtschaftliche Lagebeurteilung sowie die entsprechenden Erwartungen./jsl/men
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