Österreichische Staatsanleihen dämmen Kursgewinne im Späthandel ein / Unterstützung durch neue Iran-Hoffnungen
Die Kurse österreichischer Bundesanleihen haben sich am Freitagnachmittag angesichts der Hoffnungen auf eine bevorstehende Einigung im Nahen Osten mehrheitlich mit Kursgewinnen gezeigt. Klarere Zuwächse aus dem frühen Geschäft wurden aber im Verlauf eingegrenzt. Die Rendite der richtungsweisenden zehnjährigen österreichischen Benchmark-Anleihe fiel bis zuletzt um einen Basispunkt auf 3,27 Prozent. Der Rendite-Spread zur vergleichbaren deutschen Anleihe betrug 26 Basispunkte.
Der Euro-Bund-Future fiel um 0,25 Prozent auf 125,76 Punkte - er hatte bereits am Vorabend auf die Entwicklungen reagiert.
US-Präsident Donald Trump hatte am Vorabend zuvor angekündigte Angriffe auf den Iran abgesagt und einmal mehr ein baldiges Rahmenabkommen mit dem Iran zur Beilegung des Krieges in Aussicht gestellt. Jedoch spricht diesmal auch die Islamische Republik von einem möglichen bevorstehenden Verhandlungsabschluss. Westliche Insider stellten eine Unterzeichnung noch an diesem Sonntag in Aussicht.
Konjunkturseitig stand am Nachmittag in den USA noch das Michigan-Sentiment an. Der Indikator für die Stimmung der US-Konsumenten hellte sich stärker auf als von Analysten erwartet.
Renditen ausgewählter österreichischer Benchmark-Anleihen:
Laufzeit Aktuell Vortag Veränderung Spread (in Basispunkten) 2 Jahre 2,70 2,73 -0,03 6 5 Jahre 2,87 2,89 -0,02 13 10 Jahre 3,27 3,28 -0,01 26 30 Jahre 3,83 3,83 0,00 27
spa/mik