Aktien New York Ausblick: Stimmung bleibt gut - SpaceX-IPO zieht in den Bann
Friedenshoffnungen im Iran und die Euphorie um
den SpaceX -Börsengang dürften am Freitag bei Anlegern
in New York weiter für Kauflaune sorgen. Der Broker IG taxierte den
Leitindex Dow Jones Industrial gut eineinhalb Stunden
vor Handelsbeginn mit einem Plus von 0,7 Prozent auf 51.191 Punkte.
Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 wird
nach seinem Vortageszuwachs von über 3 Prozent nochmals um rund 0,6
Prozent höher erwartet bei 29.611 Punkten.
US-Präsident Donald Trump stellte ein baldiges Rahmenabkommen mit
dem Iran in Aussicht. Auch der Iran sprach nun von einem möglichen
bevorstehenden Verhandlungsabschluss. Die Ölpreise gingen zurück.
Die Risikoneigung der Anleger wurde neu entfacht.
Im Blick steht vor dem Wochenende der Börsengang der Weltraumfirma
SpaceX von Tech-Milliardär Elon Musk, der der größte
der Geschichte sein wird. Es zeichnet sich ein fulminantes
Börsendebüt ab. Dabei hilft das sehr freundliche Börsenumfeld.
Das unter anderem für seinen Satelliteninternet-Dienst Starlink
bekannte Unternehmen verkaufte rund 555,6 Millionen Aktien zum
Ausgabepreis von 135 US-Dollar - und nahm damit 75 Milliarden Dollar
ein. SpaceX kommt damit auf eine Bewertung von 1,77 Billionen Dollar
und ist aus dem Stand mehr wert als etwa der Facebook-Konzern Meta
.
Der Hype um SpaceX ließ vorbörslich auch andere Aktien mit Bezug zu
Raumfahrt und Satelliten steigen. Astera Labs , Rocket
Lab , Firefly , MDA Space
und Viasat gewannen bis zu mehr als 5 Prozent.
Advanced Micro Devices (AMD) legten nach einer
Kaufempfehlung der Citigroup vorbörslich um 2,5 Prozent zu. Analyst
Atif Malik sieht den Chipkonzern schon länger als Profiteur der
starken Nachfrage nach Hauptprozessoren (CPU) im Zuge des KI-Booms.
Nun könnte AMD auch im Bereich der Grafikprozessoren (GPU)
durchstarten. Es bestehe die Chance, den Löwenanteil des Bedarfs von
Meta abzugreifen.
In die andere Richtung mit vorbörslich minus 7 Prozent ging es für
die Aktien des Softwarekonzerns Adobe nach
Quartalszahlen. Mit dem Weggang des Finanzchefs überschattet ein
weiterer Managementwechsel den Bericht. Auch das gesenkte Ziel für
die jährlich wiederkehrenden Umsätze (ARR) steht im Fokus./ajx/jha/