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Deutsche Anleihen: Kursgewinne - Zinserhöhung der EZB bewegt kaum

Die Kurse deutscher Staatsanleihen haben am Donnerstag zugelegt. Der richtungweisende Euro-Bund-Future stieg um 0,49 Prozent auf 125,64 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe fiel auf 3,02 Prozent.

Die Anleihenkurse erholten sich so von den Verlusten seit Wochenbeginn. Die Leitzinserhöhung der Europäischen Zentralbank (EZB) belastete nur kurz. Mit der ersten Zinserhöhung seit fast drei Jahren stemmt sich die EZB gegen den Inflationsschub infolge des Iran-Kriegs. Die Notenbank erhöhte den Einlagenzins um 0,25 Prozentpunkte auf 2,25 Prozent. Die Entscheidung war an den Finanzmärkten erwartet worden.

EZB-Präsidentin Christine Lagarde sieht weitere Aufwärtsrisiken für die Inflation. Ökonomen erwarten überwiegend eine weitere Leitzinserhöhung. "Selbst wenn die Blockade der Straße von Hormus in naher Zukunft beendet würde, wäre ein weiterer Leitzinsschritt im Lauf des Jahres noch angeraten", kommentierte Ulrich Kater, Chefvolkswirt der Dekabank. "Das sollte es aber dann auch gewesen sein."

Die erneute Zuspitzung der Lage im Iran-Krieg bewegte den Markt kaum. US-Präsident Donald Trump hat mit der Übernahme der für Irans Ölindustrie wichtigen Insel Charg gedroht. Irgendwann in nicht allzu ferner Zukunft werde man die Insel und andere Öl-Infrastrukturpunkte übernehmen und die "vollständige Kontrolle" über Irans Öl- und Gasmärkte erlangen, schrieb er auf der Plattform Truth Social. Trump kündigte zugleich schwere Angriffe auf den Iran für die Nacht an. Die Auswirkungen auf die Ölpreise und damit auch auf die Finanzmärkte hielten sich in Grenzen./jsl/jha/

 ISIN  DE0009652644

AXC0271 2026-06-11/17:43

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