Österreichische Staatsanleihen geben im Späthandel nach / Signale für Entspannung im Iran-Krieg - Ölpreise schüren Inflationserwartungen
Die Kurse österreichischer Bundesanleihen haben am Freitag nachgegeben. Die Rendite der richtungsweisenden zehnjährigen österreichischen Benchmark-Anleihe stieg im Gegenzug um einen Basispunkt auf 3,29 Prozent. Der Rendite-Spread zur vergleichbaren deutschen Anleihe betrug 24 Basispunkte. Auch deutsche Staatsanleihen zeigten sich zum Wochenstart schwach. Der Euro-Bund-Future fiel um 0,25 Prozent auf 125,26 Punkte.
Signale für eine Entspannung hat es im Iran-Krieg gegeben. Die Streitkräfte des Iran erklärten ihre Angriffe auf Israel für beendet. Die Islamische Republik habe zur Unterstützung des Libanons Israel eine "schmerzhafte Antwort" erteilt, hieß es am Montag in einer vom staatlichen Rundfunk verbreiteten Erklärung der Militärführung. "Vor diesem Hintergrund wird die Einstellung der Operationen der Streitkräfte bekanntgegeben." Auch Israel sagte ein Ende der Angriffe auf Ziele im Iran zu.
Die zuletzt gestiegenen Ölpreise schürten erneut Inflationserwartungen, auch wenn sie unter ihre Tageshöchststände gefallen sind. Was wiederum die Kurse am Rentenmarkt tendenziell etwas stützte. An den Finanzmärkten wird erwartet, dass die Europäische Zentralbank (EZB) am Donnerstag ihre Leitzinsen um 0,25 Prozentpunkte anheben wird. "Die EZB-Ratsmitglieder haben mehrheitlich die Inflationsrisiken in den Vordergrund gestellt und marktseitig ist dies vollständig eskomptiert", hieß es dazu von Helaba. "Die begleitende Kommunikation ist zu beachten, denn eine Vorfestlegung auf eine Serie von Zinserhöhungen wird es unseres Erachtens nicht geben."
Renditen ausgewählter österreichischer Benchmark-Anleihen:
Laufzeit Aktuell Vortag Veränderung Spread (in Basispunkten) 2 Jahre 2,71 2,68 0,03 2 5 Jahre 2,90 2,89 0,01 13 10 Jahre 3,29 3,28 0,01 24 30 Jahre 3,81 3,81 0,00 22
mik/rst/ste