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Wiener Aktienmarkt vorbörslich deutlich im Minus erwartet / Neuerliche Eskalation im Iran-Krieg - Ölpreise steigen wieder

Die Wiener Börse wird zu Wochenbeginn aufgrund der neuerlichen Eskalation im Iran-Krieg und den schlechten Vorgaben der weltweiten Börsen vorbörslich deutlich im Minus erwartet. Damit knüpft der ATX an die Vorwoche an, wo es insgesamt 1,1 Prozent nach unten ging. Eine Bankenindikation sah den heimischen Leitindex rund 30 Minuten vor Start bei minus 1,5 Prozent. Auch an den anderen europäischen Börsen wird mit einem schwachen Start in die Woche gerechnet.

Am Sonntagabend hatte der Iran zum ersten Mal seit zwei Monaten wieder Raketen auf Israel abgefeuert, am Montag in der Früh griff dann auch Israel den Iran an. Die iranischen Angriffe erfolgten als Reaktion auf israelische Angriffe auf die Hisbollah-Miliz im Libanon. Die jüngste Eskalation weckt die Befürchtung eines erneuten offenen Konflikts zwischen den beiden Ländern. Ebenfalls droht damit auch ein mögliches Abkommen zwischen dem Iran und den USA zu scheitern. US-Präsident Donald Trump wollte die Gegenschläge Israels eigentlich verhindern. Er dürfte darauf hoffen, ein Rahmenabkommen mit Teheran abzuschließen.

Die Ölpreise sind nach der jüngsten Eskalation in Nahost wieder deutlich gestiegen. So kostete ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Referenzsorte Brent zur Lieferung im August in der Früh um rund 97 US-Dollar (83,33 Euro). Das sind vier Prozent mehr als noch Ende vergangener Woche. Am Freitagabend wurden die US-Börsen zudem von einer Gewinnmitnahmen-Welle bei den heißgelaufenen US-Tech-Aktien belastet. Das wirkte sich am Montag auch negativ vor allem auf die technologielastigen Börsen in Tokio, Taiwan und Südkorea aus, die zuletzt stark von KI-Fantasie profitiert hatten. "Erneut schüren stärker als erwartet ausgefallene Arbeitsmarktdaten vor dem Hintergrund der steigenden Inflation die Erwartung einer Zinserhöhung durch die Fed", schrieb der Chefökonom James Knightley von der ING Bank am Freitag zum Auslöser der KI-Aktien-Abverkäufe.

Unternehmensseitig ist heute hierzulande wenig zu erwarten. Im ATX werden die Aktien von OMV ex Dividende gehandelt, im prime market die Werte von Polytec.

Am Freitag hatte der ATX um 0,53 Prozent schwächer bei 6.084,17 Punkten geschlossen.

Die größten Kursgewinner im prime market am Freitag:

Frequentis +3,94% 79,20 Euro
Agrana     +1,72% 11,85 Euro
Rosenbauer +1,59% 64,00 Euro

Die größten Kursverlierer im prime market am Freitag:

AT&S -6,33% 133,20 Euro
FACC -4,84% 15,74 Euro 
Porr -4,83% 38,45 Euro 

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