Aktien Frankfurt Ausblick: Weiter abwärts - Zinsangst und Eskalation in Nahost
Belastet von verstärkten Zinsängsten und dem
sich wieder zuspitzenden Krieg zwischen Israel und dem Iran wird der
deutsche Aktienmarkt am Montag schwach erwartet. Knapp eine Stunde
vor Handelsbeginn signalisierte der X-Dax
Die Gewinnmitnahmen an den US-Börsen hatten sich am Freitagabend nach dem US-Arbeitsmarktbericht beschleunigt und vor allem bei Technologiewerten zu einem massiven Abverkauf geführt. Dies spiegelte sich zu Wochenbeginn auch im asiatischen Handel wider - vor allem an den technologielastigen Börsen in Tokio, Taiwan und Südkorea, die zuletzt stark von KI-Fantasie profitiert hatten. Auslöser dafür waren unerwartet gute US-Arbeitsmarktdaten. "Eine viel zu heiße Beschäftigung in den USA schürt panische Angst vor einer hartnäckigen Inflation und zerstört jegliche Hoffnungen auf baldige Zinssenkungen der Fed völlig", kommentierte Marktexperte Tim Ritschar von ActivTrades.
Als Belastung kommt die erneute Eskalation des Konflikts zwischen dem Iran und Israel hinzu. Beide Länder vermeldeten zuletzt gegenseitigen Raketenbeschuss - obwohl US-Präsident Donald Trump den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu Medienberichten zufolge dazu aufforderte, auf eine Vergeltung neuer Angriffe des Irans zu verzichten. Israels Luftwaffe hat Ziele im Westen und im Zentrum des Irans angegriffen. Die Ölpreise legten deswegen zum Wochenstart deutlich zu.
Die Ängste vor einer Verschärfung der Lage in Nahost sorgte im
vorbörslichen Handel bei Aktien aus dem Reisesektor für Verluste. So
fielen die Papiere von Tui
Für die Chemiewerte ging es auf Tradegate nach einer Analystenstudie
nach unten. Die US-Investmentbank Goldman Sachs hatte die
Anteilsscheine von Evonik
ISIN DE0008469008 DE0008467416
AXC0058 2026-06-08/08:19
Relevante Links: Evonik Industries AG, TUI AG, Deutsche Lufthansa AG