, APA/dpa-AFX

Wiener Börse - ATX endet nach unstetem Verlauf tiefer / Vorstoß auf Rekordhoch scheitert - Gegenwind durch US-Arbeitsmarktdaten

Der Wiener Aktienmarkt hat am Freitag einen wechselhaften Handel in der Verlustzone beendet. Hatte er sich zunächst noch in einem Erholungsversuch bis unmittelbar an das Rekordhoch der Vorwoche herangewagt, ging der ATX letztlich 0,53 Prozent tiefer bei 6.084,17 Punkten aus dem Tag. Gegenwind kam am Nachmittag durch überraschend robuste US-Arbeitsmarktdaten, welche die Erwartung verfestigten, dass die US-Notenbank im Laufe des Jahres ihren Leitzins anheben könnte.

Auf Wochensicht verlor der ATX 1,1 Prozent. Für den ATX Prime ging es am Freitag um 0,54 Prozent auf 3.004,41 Zähler hinab. Auch das europäische Umfeld schloss überwiegend im Minus. Mit Blick auf den seit Monaten marktbestimmenden Nahostkonflikt blieb die Meldungslage inzwischen vergleichsweise ruhig. Die Ölpreise gaben zuletzt dennoch etwas nach.

In den USA lag die Arbeitslosenquote im Mai zwar wie erwartet bei 4,3 Prozent, das Stellenwachstum übertraf die Analystenprognosen aber deutlich. Die Zinserhöhungserwartungen für das laufende Jahr wurden am Markt als Folge hochgeschraubt. Viele Ökonomen sind aber aktuell noch zurückhaltender und rechnen für 2026 mit stabilen Leitzinsen. "Wir halten diese Interpretation der heutigen Arbeitsmarktdaten für übertrieben", kommentierten etwa die Experten der Dekabank. "Einen unmittelbaren Preisdruck, dem man geldpolitisch begegnen müsste, kann man aus den Daten nicht ableiten."

spa/mik

 ISIN  AT0000999982
Copyright APA/dpa-AFX. Alle Rechte vorbehalten. Weiterverbreitung, Wiederveröffentlichung oder dauerhafte Speicherung ohne ausdrückliche vorherige Zustimmung von APA/dpa-AFX ist nicht gestattet.