Wiener Börse (Mittag) - ATX legt moderat zu / Warten auf US-Arbeitsmarktbericht - AT&S etwas tiefer in abebbender Chip-Rally
Der Wiener Aktienmarkt hat sich am Freitagvormittag mit der Richtungssuche schwer getan. Am späten Vormittag lag der ATX wieder moderat im Plus, wobei fallende Ölpreise etwas Unterstützung lieferten. So stieg der Leitindex um 0,33 Prozent auf 6.136,83 Punkte, womit sich aktuell noch ein kleiner Wochenverlust von 0,2 Prozent andeutet. Unterm Strich setzt sich die Konsolidierung nach dem Rekordhoch der Vorwoche fort.
Für den ATX Prime ging es um 0,27 Prozent auf 3.029,10 Zähler hinauf. Auch das europäische Umfeld drehte nach einem verhaltenen Handelsstart zuletzt überwiegend in die Gewinnzone.
Am Nachmittag steht mit dem monatlichen Arbeitsmarktbericht der US-Regierung eine der wichtigsten makroökonomischen Veröffentlichungen an. Für die Experten der ING ist momentan vor allem die Arbeitslosenquote interessant. Sie erwarten sie bei weiter niedrigen 4,3 Prozent. Dann könne der Markt einen Haken hinter den Bericht machen. Mit Blick auf den seit Monaten marktbestimmenden Nahostkonflikt blieb die Meldungslage ruhig. Die Ölpreise gaben jedoch etwas weiter nach.
Unterstützung erhielt der ATX von den schwer gewichteten Finanzwerten. Erste Group setzten mit plus 1,5 Prozent ihre Vortageserholung fort. RBI markierten mit einem Aufschlag von 1,7 Prozent ein neues Mehrjahreshoch. Dagegen kamen voestalpine um vier Prozent zurück, sie hatten in den Vortagen von besser als erwartet ausgefallenen Quartalszahlen und entsprechend positiven Analystenreaktionen profitiert.
AT&S erholten sich zuletzt um 1,8 Prozent und widersetzten sich so dem schwachen europäischen Branchentrend. Marktbeobachter begründeten die Gewinnmitnahmen bei vielen Halbleiterwerten mit Nachwirkungen des am Mittwochabend veröffentlichten Broadcom-Ausblicks, der die hohen Erwartungen nicht erfüllt hatte.
Außerhalb des Leitindex notierten Semperit-Aktien zuletzt 1,3 Prozent höher auf 15,25 Euro. B&C-Geschäftsführer Patrick Lackenbucher kündigte im APA-Interview an, das Übernahmeangebot für die Semperit weder zu verlängern noch das Angebot von 15 Euro je Aktie anzupassen.
spa/ste
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