Wiener Börse - ATX in freundlichem Umfeld erholt / Gedämpfte Umsätze an Fronleichnam - voestalpine weiter gesucht - AT&S rutschen ab
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Nach einem wechselhaften Handelsverlauf hat sich der ATX am Donnerstag letztlich etwas vom schwächeren Vortag erholt. Der österreichische Leitindex verließ den feiertagsbedingt umsatzschwachen Handel 0,33 Prozent höher auf 6.116,53 Punkten. Unterstützung kam dabei von den Finanzwerten, deren Erholung die Abschläge bei den schwer gewichteten OMV-Titeln und die Gewinnmitnahmen bei AT&S mehr als ausgleichen konnte. Der ATX Prime rückte um 0,27 Prozent auf 3.020,86 Zähler vor.
Auch im europäischen Umfeld waren an Fronleichnam Zuwächse zu sehen. Entspannung brachte, dass die Ölpreise nach Anstiegen in der ersten Wochenhälfte wieder nachgaben. Im Fokus bleibt die unübersichtliche Lage im Nahen Osten. Immerhin dürften die Gespräche zwischen den USA und dem Iran jüngsten Wortmeldungen von beiden Seiten zufolge fortgesetzt werden. Auch der Libanon und Israel haben sich offiziellen Angaben zufolge auf eine Waffenruhe verständigt, wobei bezüglich der Umsetzung noch Fragen offen bleiben.
Als bester ATX-Wert legten voestalpine um weitere 4,2 Prozent auf 48,78 Euro zu und erreichten so den höchsten Stand seit dem Rekordhoch Ende Februar. Sie hatten bereits am Vortag positiv auf Zahlen reagiert, nun hoben mehrere Analysten ihre Kursziele an. Jene der Deutschen Bank verbesserten ihr Ziel von 57 auf 60 Euro und bekräftigten ihre Kaufempfehlung. JPMorgan stufte die Papiere von 36,20 auf 40 Euro hoch, bewertet sie jedoch mit "Underweight". Jefferies erhöhte das Ziel von 48 auf 50 Euro und empfiehlt die Titel zu halten.
OMV verloren im europaweit schwachen Ölsektor 1,5 Prozent. Anteilscheine der Branchenkollegin SBO gewannen hingegen 1,4 Prozent auf 35,55 Euro. Hier hob Berenberg das Kursziel von 32 auf 34 Euro an und blieb bei der Halteempfehlung. Das unsichere geopolitische Umfeld belaste zwar die Stimmung, jedoch befinde sich SBO in einer soliden Position, sobald sich das makroökonomische Umfeld aufhelle, so die Analysten.
Klares Schlusslicht im Leitindex waren AT&S mit minus 6,6 Prozent. Weltweit verlor die KI-Rally an Schwung, nachdem der US-Konzern Broadcom mit seinem Ausblick die sehr hohen Erwartungen verfehlt hatte. Im bisherigen Jahresverlauf hat sich der Aktienkurs der AT&S aber schon mehr als vervierfacht.
spa/sto
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