Krawalle bei Studentenprotest in Chile
Bei Studentenprotesten in Chile haben sich Demonstranten und Polizisten gewalttätige Auseinandersetzungen geliefert. Die Polizei ging mit Wasserwerfern und Tränengas gegen die protestierenden Studenten vor, wie im Fernsehen zu sehen war. Einzelne Demonstranten schleuderten Gegenstände auf die Beamten.
Die Proteste unter dem Motto "Die Bildung wird auf der Straße verteidigt" richteten sich gegen geplante Budgetkürzungen im Bildungsbereich. Der ultrakonservative Präsident José Antonio Kast hatte zuletzt Kürzungen in Höhe von umgerechnet 180 Millionen Euro vor allem im Hochschulwesen angekündigt. "Bildung ist ein Recht und wir dürfen nicht tatenlos zusehen, wenn Maßnahmen ergriffen werden, die unsere Universitäten bedrohen und sich auf Studenten, Arbeiter unsere Familien auswirken", hieß es in einer Stellungnahme des Studentenverbands.
Bereits bei den sozialen Protesten Ende 2019 hatten Studenten eine wichtige Rolle gespielt. Damals waren täglich Tausende Menschen auf die Straße gegangen, um einen besseren Zugang zu Gesundheitsversorgung und Bildung sowie eine Abkehr vom neoliberalen Wirtschaftssystem zu fordern. Mehr als 30 Menschen kamen dabei ums Leben./dde/DP/he
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