Österreichische Staatsanleihen im Späthandel mit Rückgängen / Aussicht auf höhere Leitzinsen im Euroraum belasten Anleihenkurse
Die Kurse österreichischer Bundesanleihen haben sich am Mittwochnachmittag mit Kursverlusten gezeigt. Die Rendite der richtungsweisenden zehnjährigen österreichischen Benchmark-Anleihe stieg im Gegenzug um 4 Basispunkte auf 3,25 Prozent. Der Rendite-Spread zur vergleichbaren deutschen Anleihe betrug 24 Basispunkte. Der Euro-Bund-Future fiel um 0,25 Prozent auf 125,68 Punkte.
Die Aussicht auf steigende Leitzinsen im Euroraum belastet weiterhin die Anleihenkurse. Ein starker Anstieg der Energiepreise infolge des Iran-Kriegs hat die Erzeugerpreise in der Eurozone weiter kräftig nach oben getrieben. Im April legten sie im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat um 4,9 Prozent zu, wie das Statistikamt Eurostat am Mittwoch mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt damit gerechnet. Bereits im März hatte es einen Preisschub gegeben, nachdem die Erzeugerpreise in den sieben Monaten zuvor jeweils gefallen waren.
Die Erzeugerpreise beeinflussen tendenziell auch die Verbraucherpreise, an denen die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Geldpolitik ausrichtet. In den vergangenen Monaten hatte die EZB ihre Leitzinsen stabil gehalten. Viele Ökonomen erwarten jedoch, dass sie die Leitzinsen in der kommenden Woche angesichts der gestiegenen Inflation anheben wird.
Renditen ausgewählter österreichischer Benchmark-Anleihen:
Laufzeit Aktuell Vortag Veränderung Spread (in Basispunkten) 2 Jahre 2,68 2,65 0,03 3 5 Jahre 2,86 2,82 0,04 13 10 Jahre 3,25 3,21 0,04 24 30 Jahre 3,82 3,78 0,04 27
ste/spa