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dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 01.06.2026 - 17.00 Uhr

Iran pocht auf Waffenruhe im Libanon

TEHERAN - Angesichts fortwährender israelischer Angriffe im Libanon pocht Teheran weiterhin auf eine Waffenruhe an allen Fronten. Die Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran schließe den Libanon mit ein, bekräftigte der iranische Außenminister Abbas Araghtschi in einem Beitrag auf X.

USA: ISM-Industriestimmung verbessert sich stärker als erwartet

TEMPE - Die Stimmung in der US-Industrie hat sich im Mai stärker als erwartet aufgehellt. Der Einkaufsmanagerindex ISM stieg um 1,3 Punkte auf 54,0 Punkten, wie das Institute for Supply Management (ISM) am Montag in Tempe mitteilte. Volkswirte hatten lediglich mit einem Anstieg auf 53,0 Punkte gerechnet. Der ISM-Index bleibt weiter klar über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Dies signalisiert eine Zunahme der wirtschaftlichen Aktivität.

Chinas Industrie kassiert mehr Subventionen als Konkurrenz

PARIS - Chinesische Industrieunternehmen haben in den vergangenen rund zwanzig Jahren deutlich mehr staatliche Unterstützung erhalten als ihre internationale Konkurrenz. Zwischen 2005 und 2024 bekamen Chinas Unternehmen im Verhältnis zu ihrem Umsatz im Schnitt drei bis acht Mal mehr Subventionen als ihre Wettbewerber in OECD-Ländern, wie die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), der weite Teile Europas sowie unter anderem die USA und Japan angehören, mitteilte.

ROUNDUP/Eurozone: Industriestimmung trübt sich weniger ein als erwartet

LONDON - Die Stimmung in den Industrieunternehmen der Eurozone hat sich im Mai weniger eingetrübt als erwartet. Der entsprechende Einkaufsmanagerindex fiel um 0,6 Punkte auf 51,6 Punkte, wie S&P Global am Montag in London nach einer zweiten Schätzung mitteilte. In einer ersten Schätzung waren 51,4 Punkten ermittelt worden. Volkswirte hatten im Schnitt mit einer Bestätigung der Erstschätzung gerechnet. Belastet wird die Industrie durch die Auswirkungen des Iran-Kriegs. Der Stimmungsindikator lag aber trotz des Dämpfers weiter über der sogenannten Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Dies deutet auf ein Anziehen der wirtschaftlichen Aktivität hin.

EZB-Umfrage: Verbraucher erwarten wegen Krieg hohe Inflation

FRANKFURT - Verbraucher erwarten wegen des Ölpreisschocks infolge des Iran-Kriegs eine anhaltend hohe Inflation im Euroraum. Im Schnitt rechneten die Menschen im April für die kommenden zwölf Monate mit einer Inflationsrate von weiter 4,0 Prozent, wie die Europäische Zentralbank anlässlich einer von ihr in Auftrag gegebenen Umfrage mitteilte. Mit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar sind die Energiepreise rasant gestiegen, Verbraucher spüren das besonders in Form höherer Spritpreise an den Tankstellen. "Die Unsicherheit hinsichtlich der Inflationserwartungen für die nächsten 12 Monate blieb unverändert auf einem hohen Niveau", schrieb die EZB.

Eurozone: Arbeitslosigkeit stabil

LUXEMBURG - In der Eurozone ist die Arbeitslosigkeit im April stabil geblieben. Die Arbeitslosenquote lag bei 6,3 Prozent, wie das Statistikamt Eurostat am Montag in Luxemburg mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt eine Quote von 6,2 Prozent erwartet. Der Wert für den Vormonat wurde von 6,2 auf 6,3 Prozent nach oben revidiert. Die Arbeitslosigkeit bleibt damit auf einem niedrigen Niveau. Ein Jahr zuvor hatte die Arbeitslosenquote ebenfalls 6,3 Prozent betragen.

Eurozone: Wachstum der Geldmenge schwächt sich ab

FRANKFURT - Das Wachstum der Geldmenge im Euroraum hat sich im April stärker abgeschwächt als erwartet. Die breit gefasste Geldmenge M3 stieg im Jahresvergleich um 2,7 Prozent, wie die Europäische Zentralbank am Montag in Frankfurt mitteilte. Im März war die Geldmenge M3 noch um 3,2 Prozent gewachsen. Volkswirte hatten im Schnitt mit einer Rate von 3,1 Prozent gerechnet.

ROUNDUP/Der Milliarden-Topf: Wie das Sondervermögen wirkt

BERLIN - Eine nie dagewesene Investitionsoffensive, um Deutschland zu modernisieren - das ist das Ziel des Milliarden-Sondervermögens. Doch wirkt es bisher auch? Ein erster Monitoringbericht des Bundesfinanzministeriums zeigt: Es ist noch viel Luft nach oben. Ein Sprecher von Ressortchef Lars Klingbeil (SPD) sagte in Berlin: "Dieser Bericht zeigt, dass wir Tempo brauchen." Die Mittel müssten schnell bei den Bürgerinnen und Bürgern ankommen.

20 Prozent Rentenbeitrag im Jahr 2029 vorhergesagt

BERLIN - Der Beitragssatz für die Rentenversicherung könnte einer offiziellen Schätzung zufolge 2028 deutlich auf 19,9 Prozent steigen. Das wären 1,3 Prozentpunkte mehr als 18,6 Prozent wie heute und 0,1 Prozentpunkte mehr als bisher geschätzt.

Deutschland: Einzelhandelsumsatz sinkt - allerdings nicht so stark wie erwartet

WIESBADEN - Der Umsatz im deutschen Einzelhandel ist im April unter anderem wegen schwacher Geschäfte an den Tankstellen erneut gesunken. Mit einem um Kalender-, Preis- und Saisoneffekte bereinigten Rückgang von 0,3 Prozent im Vergleich zum Vormonat fiel das Minus aber etwas niedriger aus, als Experten erwartet hatten. Diese hatten damit gerechnet, dass der Umsatz im Einzelhandel im April im Montagsvergleich real um 0,5 Prozent sinkt. Zudem fiel der Rückgang im März nicht ganz so hoch aus wie zunächst gemeldet. Im April gingen die Umsätze an Tankstellen infolge des Kriegs im Nahen Osten im Monatsvergleich um 4,0 Prozent zurück. Zuwächse verzeichneten dagegen die Lebensmittel-Einzelhändler.

Kundenhinweis: ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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AXC0220 2026-06-01/17:05

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