Wiener Börse (Eröffnung) - ATX mit einem Plus von 0,1 Prozent / Weiterhin keine Lösung im Iran-Krieg in Sicht - UNIQA nach Zahlen vom Freitag weiter im Fokus
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Die Wiener Börse hat sich zu Wochenbeginn nur wenig verändert gezeigt. Im Iran-Krieg hat sich weiterhin keine Lösung abgezeichnet. Seit Tagen laufen zwischen den USA und dem Iran Verhandlungen über ein Rahmenabkommen zur Verlängerung der seit dem 8. April geltenden Waffenruhe. Am Wochenende meldeten die USA und der Iran gegenseitige Angriffe.
Der heimische Leitindex ATX lag rund eine Stunde nach Handelsstart mit einem Plus von 0,1 Prozent bei 6.155,23 Punkten. Der ATX Prime stieg um 0,08 Prozent auf 3.041,70 Zähler.
Das US-Militär griff nach eigenen Angaben iranische Radar-und Drohnen-Kommandozentralen in Goruk und auf der Insel Keschm an. Die Vorstöße seien eine Reaktion auf aggressive Handlungen des Iran gewesen, darunter der Abschuss einer US-Drohne vom Typ MQ-1 über internationalen Gewässern, teilt das US-Zentralkommando (Centcom) mit. Unterdessen erklären die iranischen Revolutionsgarden iranischen Medien zufolge, sie hätten einen Luftwaffenstützpunkt ins Visier genommen. Dieser sei von den USA für einen Angriff auf einen Telekommunikationsturm auf der Insel Sirik im Süden des Iran genutzt worden. Die staatliche Nachrichtenagentur Kuna vermeldete, dass die kuwaitische Luftabwehr Raketen- und Drohnenangriffe abfangen.
Von einer erhöhten Risikoaversion kann aber nicht die Rede sein, weshalb die Energiepreise unterhalb ihrer Höchststände konsolidieren, bei allerdings insgesamt erhöhten Niveaus, so die Experten von Helaba. Am Montag stand in Österreich die Veröffentlichung der Arbeitsmarktdaten von Mai am Programm. Die schwache Konjunkturentwicklung belastet weiter den Arbeitsmarkt. Ende Mai waren über 378.000 Personen beim Arbeitsmarktservice (AMS) arbeitslos oder in Schulung gemeldet. Das ist ein Anstieg im Vergleich zum Vorjahresmonat von 0,8 Prozent. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich um 0,1 Prozentpunkte auf 7,1 Prozent, wie das Sozialministerium mitteilte.
Unternehmensseitig gab es kaum nennenswerte Impulse. Nach Vorlage von Zahlen am Freitag haben die Analysten der Berenberg Bank ihr Kursziel für die UNIQA-Aktien von 19,60 auf 20.00 Euro nach oben gesetzt. Gleichzeitig wurde das Anlagevotum "Buy" für die Titel bestätigt. Analyst Michael Huttner geht davon aus, dass der Versicherungskonzern von Kosteneinsparungen profitieren wird. Am Montag in der Früh stiegen die UNIQA-Werte um 1,05 Prozent auf 17,34 Euro.
Einmal mehr machen auch wieder die AT&S-Aktien auf sich aufmerksam. Diese standen mit einem Gewinn von 1,84 Prozent an der ATX-Spitze. Dahinter folgten die Stromversorger. Die EVN-Anteilsscheine legten um 1,42 Prozent zu, Verbund-Papiere um 1,3 Prozent.
Verluste gab es in der Früh für Do&Co (-1,44 Prozent) und SBO (-1,32 Prozent). Im prime market fielen die FACC-Werte um 1,94 Prozent.
rst/ger
ISIN AT0000999982