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Wiener Aktienmarkt vorbörslich mit Verlusten erwartet / ATX setzt Rekordrally zunächst nicht fort - Erneut gegenseitige Angriffe von USA und Iran - UNIQA nach Zahlen vom Freitag weiter im Fokus

Der Iran-Krieg ist zu Wochenbeginn weiterhin im Gange. Trotzdem konnten in der vergangenen Woche viele Börsen weltweit neue Maßstäbe setzen. Auch der ATX ließ sich von seiner Rekordrally kaum abbringen. Allerdings wird am Montag ein Dämpfer erwartet. Bankenindikationen sahen den Leitindex rund 30 Minuten im Schnitt 0,3 Prozent unter dem Schlusskurs vom Freitag. Die europäischen Börsen werden uneinheitlich erwartet.

Die USA und der Iran meldeten am Wochenende erneut gegenseitige Angriffe. Das US-Militär griff nach eigenen Angaben iranische Radar- und Drohnen-Kommandozentralen in Goruk und auf der Insel Keschm an. Die Vorstöße seien eine Reaktion auf aggressive Handlungen des Iran gewesen, darunter der Abschuss einer US-Drohne vom Typ MQ-1 über internationalen Gewässern, teilt das US-Zentralkommando (Centcom) mit. Unterdessen erklären die iranischen Revolutionsgarden iranischen Medien zufolge, sie hätten einen Luftwaffenstützpunkt ins Visier genommen. Dieser sei von den USA für einen Angriff auf einen Telekommunikationsturm auf der Insel Sirik im Süden des Iran genutzt worden. Die staatliche Nachrichtenagentur Kuna vermeldete, dass die kuwaitische Luftabwehr Raketen- und Drohnenangriffe abfangen.

Von einer erhöhten Risikoaversion kann aber nicht die Rede sein, weshalb die Energiepreise unterhalb ihrer Höchststände konsolidieren, bei allerdings insgesamt erhöhten Niveaus, so die Experten von Helaba. Am Montag steht in Österreich die Veröffentlichung der Arbeitsmarktdaten von Mai am Programm.

Unternehmensseitig ist wenig zu erwarten. Nach Vorlage von Zahlen am Freitag haben die Analysten der Berenberg Bank ihr Kursziel für die UNIQA-Aktien von 19,60 auf 20.00 Euro nach oben gesetzt. Gleichzeitig wurde das Anlagevotum "Buy" für die Titel bestätigt. Analyst Michael Huttner geht davon aus, dass der Versicherungskonzern von Kosteneinsparungen profitieren wird. Am Freitag standen die UNIQA-Werte zum Handelsschluss bei 17,16 Euro.

Am Freitag hatte der ATX um 1,76 Prozent höher bei 6.148,87 Punkten geschlossen.

Die größten Kursgewinner im prime market am Freitag:

Frequentis +7,67% 80,00 Euro
Porr       +5,88% 40,50 Euro
Immofinanz +5,42% 15,96 Euro

Die größten Kursverlierer im prime market am Freitag:

Mayr-Melnhof -4,45% 79,50 Euro
Agrana       -0,85% 11,65 Euro
Lenzing      -0,63% 23,65 Euro

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