Österreichische Staatsanleihen dämmen Kursverluste im Späthandel ein / Nachlassender Ölpreisanstieg und US-Daten stützen im Verlauf
Die Kurse österreichischer Bundesanleihen haben sich am Donnerstagnachmittag mehrheitlich mit Kursverlusten gezeigt. Die Rendite der richtungsweisenden zehnjährigen österreichischen Benchmark-Anleihe stieg im Gegenzug um 2 Basispunkte auf 3,23 Prozent. Der Rendite-Spread zur vergleichbaren deutschen Anleihe betrug 24 Basispunkte. Der Euro-Bund-Future stieg um 0,03 Prozent auf 125,95 Punkte.
Noch größere Kursverluste aus dem frühen Handel wurden damit eingedämmt. Die Anleihen folgten damit der Entwicklung am Ölmarkt, wo die Notierungen nach gegenseitigen Angriffen der USA und des Iran im frühen Handel angestiegen waren. Mittlerweile gaben die Ölpreise aber einen Teil der Aufschläge wieder ab.
Auch die am Nachmittag veröffentlichten US-Daten stützten die Anleihekurse tendenziell. Das von der US-Notenbank Fed bevorzugte Inflationsmaß, der PCE-Kerndeflator, stieg im April gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozent und damit etwas geringer als erwartet. Die jährliche Kernteuerungsrate von 3,3 Prozent traf die Konsenserwartung.
Zudem hat die US-Wirtschaft zu Beginn des Jahres weniger an Fahrt gewonnen als erwartet. Im ersten Quartal stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) zum Vorquartal um annualisiert 1,6 Prozent, wobei in einer ersten Schätzung noch ein Zuwachs von 2,0 Prozent ermittelt worden war. Volkswirte hatten im Durchschnitt mit einer Bestätigung der Erstschätzung gerechnet.
Überdies stiegen die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche etwas stärker als erwartet. Die Auftragseingänge für langlebige Güter im April überraschten dagegen positiv.
Renditen ausgewählter österreichischer Benchmark-Anleihen:
Laufzeit Aktuell Vortag Veränderung Spread (in Basispunkten) 2 Jahre 2,59 2,59 0,00 0 5 Jahre 2,82 2,81 0,01 12 10 Jahre 3,23 3,21 0,02 24 30 Jahre 3,80 3,78 0,02 27
spa/sto