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dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 27.05.2026 - 17.00 Uhr

ROUNDUP 2: Wirtschaftsweise senken Prognose - Aufschwung nicht in Sicht

BERLIN - Die Auswirkungen des Iran-Kriegs mit hohen Energiepreisen bremsen die Erholung der deutschen Wirtschaft - ein spürbarer Aufschwung ist nicht in Sicht. Auch die Wirtschaftsweisen senken ihre Konjunkturprognose für dieses Jahr. Der Sachverständigenrat erwartet nur ein Mini-Wachstum der deutschen Wirtschaft von 0,5 Prozent. Im vergangenen Herbst hatten die Ökonomen noch mit einem Plus des Bruttoinlandsprodukts von 0,9 Prozent gerechnet.

ROUNDUP/Immer mehr Superreiche: Börsenboom treibt Vermögen der Elite

FRANKFURT - Der Boom an den Börsen macht die Superreichen noch reicher und sorgt für eine immer höhere Vermögenskonzentration in der Gesellschaft. Rund 5.000 Superreiche besitzen nach Berechnung der Unternehmensberatung Boston Consulting Group (BCG) mehr als ein Viertel des Finanzvermögens in Deutschland. Demnach ist die Zahl der Menschen hierzulande, die mehr als 100 Millionen Dollar (rund 86 Mio. Euro) besitzen, 2025 um rund 1.100 gestiegen - satte 28 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Daten dürften die Debatte um höhere Steuern für Vermögende befeuern.

Konzept für Pflegereform verzögert sich

BERLIN - Das von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) angekündigte Reformkonzept für die Pflegeversicherung verzögert sich. "Wir sind dabei schon weit vorangekommen, aber ein paar Detailfragen sind noch offen", sagte ein Ministeriumssprecher auf Nachfrage in Berlin. Über diese werde regierungsintern diskutiert, dann werde es schnellstmöglich vorgelegt. Einen Zeitplan nannte der Sprecher mit Verweis auf laufende Abstimmungen nicht. Es gehe um eine große Reform mit finanziellen wie strukturellen Themen.

Ifo: Stellenabbau verlangsamt sich

MÜNCHEN - Die Aussichten für den deutschen Arbeitsmarkt sind nicht mehr ganz so düster. Im Mai stieg das vom Münchner Ifo-Institut erhobene Beschäftigungsbarometer um 2,5 auf 93,9 Punkte. Im April war der Index, der die Beschäftigungsabsichten der Unternehmen abbildet, aber auch auf den niedrigsten Stand seit 2020 gefallen.

EZB: Iran-Krieg harte Probe für Finanzmärkte

FRANKFURT - Höhere Teuerung, weniger Wirtschaftswachstum - der Iran-Krieg wird zum Stresstest für Banken und Unternehmen im Euroraum. "Der aktuelle Schock bei der Energieversorgung birgt Aufwärtsrisiken für die Inflation und Abwärtsrisiken für das Wirtschaftswachstum", fasst EZB-Vizepräsident Luis de Guindos Ergebnisse des jüngsten Finanzstabilitätsberichts der Europäischen Zentralbank (EZB) zusammen.

ROUNDUP: Teilzeitbeschäftigte arbeiten länger - Rekord bei Quote

WIESBADEN - Am deutschen Arbeitsmarkt setzten sich Teilzeit-Modelle immer mehr durch. Anteilig arbeiteten im vergangenen Jahr so viele Menschen mit reduzierter Stundenzahl wie nie zuvor, berichtet das Statistische Bundesamt. Auf der Grundlage des Mikrozensus errechnet die Behörde einen Teilzeitanteil von 31,9 Prozent aller Beschäftigten. Sie leisteten im Schnitt 21,3 Wochenstunden und damit 0,1 Stunden mehr als im Vorjahr und 2,0 Stunden mehr als im Jahr 2015.

Netznutzung: Höherer Grundpreis für PV-Anlagen geplant

BONN - Bei den Gebühren für die Nutzung der Stromnetze sollen Haushalte mit einer eigenen Erzeugungsanlage künftig einen höheren Grundpreis bezahlen. Dies plant die Bundesnetzagentur bei der anstehenden Reform der sogenannten Netzentgeltsystematik Strom, wie die Behörde in Bonn mitteilte. "Die zusätzlichen Kosten für diese Verbraucher werden lokal unterschiedlich sein und voraussichtlich unter 100 Euro im Jahr betragen", so die Netzagentur. Die Reform soll ab 2029 gelten.

ROUNDUP: Kreml droht Armenien mit Gas-Entzug wegen EU-Plänen

MOSKAU/ERIWAN - Kurz vor der Parlamentswahl in der Südkaukasusrepublik Armenien erhöht Russland den politischen und wirtschaftlichen Druck auf den langjährigen Partner, um dessen Annäherung an die EU zu verhindern. Moskau drohe mit der Kündigung eines günstigen Liefervertrags für Gas, Ölprodukte und unbearbeitete Diamanten, berichtete die russische Tageszeitung "Kommersant".

Finanzplatz-Lobby: Brexit hat Frankfurt 15.000 Jobs gebracht

FRANKFURT - Der EU-Austritt Großbritanniens hat Frankfurt etwa 15.000 zusätzliche Arbeitsplätze im Finanzsektor beschert. Diese Bilanz zehn Jahre nach dem Brexit-Votum zieht die Standortinitiative Frankfurt Main Finance. Zusätzlich zu Verlagerung von Finanzjobs aus London sowie der Neuansiedlung von Banken an Deutschlands führendem Finanzplatz seien mehr als 45.000 Arbeitsplätze in Dienstleistungsbranchen wie Recht, Beratung und IT entstanden.

Untersuchung: Deutschland hinkt bei Uni-Start-ups hinterher

BERLIN - Über Unternehmensgründungen könnten Universitäten und Forschungseinrichtungen einer aktuellen Untersuchung deutlich mehr Arbeitsplätze schaffen als bislang. Zu diesem Ergebnis kommt eine Auswertung der Denkfabrik AlpMomentum, des Wagniskapitalgebers Redstone, der Technischen Universität München und der Universität Trier, die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt.

Kundenhinweis: ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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AXC0237 2026-05-27/17:05

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