Aktien Asien: Neuer Rekordstand in Südkorea dank Halbleiter-Hausse
Die asiatisch-pazifischen
Börsen haben am Mittwoch an die uneinheitliche Tendenz des Vortages
angeschlossen. Dabei blieben die Veränderungen insgesamt
überschaubar. Lediglich die technologielastigen Börsen Südkoreas und
Taiwans legten dank der US-Vorgaben deutlich zu.
Dabei erreichte der südkoreanische Kospi mit über zwei Prozent
Aufschlag ein neues Rekordhoch. Hier waren die
Halbleiterschwergewichte Samsung und SK Hynix
gefragt. Sie profitierten von den Gewinnen des
US-Halbleiterunternehmens Micron Technology, das um
fast 20 Prozent zugelegt und erstmals eine Marktkapitalisierung von
einer Billion Dollar erreicht hatte. Diese Schwelle übersprang dann
auch SK Hynix mit einem zweistelligen Zuwachs. "Der Kospi legte
intraday rund fünf Prozent zu und ist nun mit einem Plus von rund
100 Prozent seit Jahresbeginn der stärkste große Aktienmarkt
weltweit", hieß es von der Landesbank Baden-Württemberg.
Die guten Nachrichten aus dem Halbleitersegment überlagerten etwas
den Iran-Konflikt. "Die geopolitischen Spannungen sind zuletzt auf
ein Maß gesunken, das es den Anlegern erlaubt, sich vollends auf die
Expansion der KI-Investitionen und das daraus entstehende
Gewinnwachstum zu konzentrieren", stellte Jochen Stanzl,
Marktanalyst der Consorsbank, dazu fest.
Der japanische Aktienmarkt entwickelte sich unterdessen
zurückhaltender. Der Nikkei 225 endete
mit 64.999,41 Punkten wenig verändert, nachdem er zwischenzeitlich
ein neues Rekordhoch erreicht hatte. Dabei schwächelten Aktien der
Softbank . In Australien ging es dagegen leicht nach
oben. Der S&P ASX 200 zog um 0,69 Prozent auf
8.717,65 Punkte an. Die Marktstrategen der Deutschen Bank verwiesen
auf die weniger als erwartet gestiegenen Verbraucherpreise für
April. Die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung sei dadurch etwas
gesunken.
Die chinesischen Börsen schwächelten dagegen, nachdem sie sich am
Vortag recht gut gehalten hatten. So tendierte der CSI-300-Index
mit den 300 wichtigsten Werten an Chinas
Festlandbörsen zuletzt 0,8 Prozent tiefer. Der Hang-Seng-Index
der Sonderverwaltungszone Hongkong sank um ein
Prozent./mf/stk