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US-Notenbank: Direktor Waller will keine Zinssenkung mehr in Aussicht stellen

US-Notenbank-Direktoriumsmitglied Christopher Waller will keine Leitzinssenkung in Aussicht stellen. Die Fed solle die entsprechende Formulierung aus ihrer offiziellen Erklärung zur Zinspolitik streichen, sagte er am Freitag auf einer Konferenz in Frankfurt. Damit solle deutlich gemacht werden, "dass eine Zinssenkung in Zukunft nicht wahrscheinlicher ist als eine Zinserhöhung". Dies ist bemerkenswert, da Waller sich zuletzt öfters für künftige Zinssenkungen ausgesprochen hatte.

"Die Inflation bewegt sich nicht in die richtige Richtung", sagte Waller. Er sagte, seine derzeitige Haltung sei es, Geduld zu üben und die Zinsen unverändert zu lassen, bis die Auswirkungen des Krieges klarer seien. Er würde eine künftige Zinserhöhung nicht ausschließen, falls sich die Inflation nicht bald verlangsame. Im April war die Inflationsrate auf 3,8 Prozent gestiegen. Die US-Notenbank strebt lediglich eine Inflationsrate von 2 Prozent an.

Die nächste Zinsentscheidung wird am 17. Juni getroffen. Es wird die erste Sitzung unter dem neuen Notenbankchef Kevin Warsh sein. US-Präsident Donald Trump hatte die Fed immer wieder heftig kritisiert und Leitzinssenkungen gefordert./jsl/he

AXC0207 2026-05-22/17:02

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