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Günstigerer Dünger: EU will Landwirte entlasten

Europas Landwirte sollen künftig wieder günstiger an bestimmte importierte Düngemittel kommen. Die Standardzölle auf Einfuhren mehrerer wichtiger Stickstoffdüngemittel und Vorprodukte für deren Herstellung (Ammoniak, Harnstoff) werden nach einem Beschluss der EU-Länder für ein Jahr ausgesetzt. Je nach Entwicklung solle die Europäische Kommission gegebenenfalls eine Verlängerung oder Anpassung der Aussetzung vorschlagen, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Nicht gelten soll sie für Produkte aus Russland und Belarus.

Nach Angaben der Europäischen Kommission können mit der Maßnahme rund 60 Millionen Euro an Einfuhrzöllen gespart werden. Die Maßnahme, die zum Inkrafttreten noch im EU-Amtsblatt veröffentlicht werden muss, soll außerdem dazu beitragen, weniger abhängig von Importen aus Russland und Belarus zu sein.

Die EU importiert den Angaben nach bereits einen erheblichen Teil stickstoffbasierter Düngemittel zollfrei aus einigen Ländern. Dennoch führe die Union weiterhin große Mengen dieser Waren aus Ländern ein, die dem gemeinsamen Zolltarif unterliegen, hieß es. Düngemittel sind für europäische Landwirte essenziell, um die landwirtschaftliche Produktion und die Ernährungssicherheit zu gewährleisten. Seit 2021 sind die Preise für diese Produkte erheblich gestiegen./rdz/DP/men

 ISIN  DE000BAY0017  DE000BASF111  DE000KSAG888

AXC0109 2026-05-22/11:22

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