EU-Kommission legt Konjunkturprognose vor
Wie sehr belastet der Iran-Krieg Europas Wirtschaft? Das versucht die Europäische Kommission zu beziffern. Die Behörde stellt an diesem Donnerstag in Brüssel (11.30 Uhr) ihre Frühjahrs-Konjunkturprognose vor. Bei ihrer jüngsten Schätzung im November sagte sie der deutschen Wirtschaft für 2026 ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 1,2 Prozent voraus.
Im EU-Schnitt wurde ein Plus von 1,4 Prozent erwartet, in den Staaten mit der Gemeinschaftswährung Euro ein durchschnittliches Plus in Höhe von 1,2 Prozent.
Die Kommission veröffentlicht zweimal im Jahr ihre Wirtschaftsprognosen für die Staatengemeinschaft, die Länder mit Euro und jedes der 27 Mitgliedsländer. Außerdem gibt es Schätzungen für EU-Beitrittskandidatenländer und andere Staaten.
Andere Experten: Trübe Aussichten
Anderen Konjunkturprognosen zufolge trübt der Iran-Krieg die Aussichten erheblich ein. So halbierte die Bundesregierung Ende April ihre Erwartungen und rechnet in diesem Jahr nur noch mit einem Mini-Wachstum von 0,5 Prozent. Auch das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW) senkte seine Prognose und erwartet nun noch ein Wachstum von 0,4 Prozent der deutschen Wirtschaft.
Seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar ist es zu Preissprüngen etwa bei Öl und Gas gekommen. Grund ist die faktische Blockade der für die weltweite Energieversorgung wichtigen Straße von Hormus./rdz/DP/jha
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