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Moulin als französischer Notenbankchef durch das Parlament bestätigt

Der Kandidat von Staatspräsident Emmanuel Macron für den Vorsitz der Banque de France ist vom Parlament bestätigt worden. In einer gemeinsamen Abstimmung der beiden Finanzausschüsse des Parlaments sprachen sich am Mittwoch zwar 58 von 110 Abgeordneten gegen die Ernennung von Emmanuel Moulin aus. Damit wurde die für eine Ablehnung erforderliche Dreifünftelmehrheit aber nicht erreicht.

Vor der Abstimmung hatten Abgeordnete der extremen Rechten, der extremen Linken und der Sozialisten gewarnt, sie würden versuchen, die Ernennung zu verhindern. Sie protestierten dagegen, dass Macrons langjähriger Vertrauter eine einflussreiche Position einnehmen solle, die noch Jahre über das Ende der Amtszeit des französischen Präsidenten im Jahr 2027 hinausreichen werde.

Moulin hat sich einen Namen als Krisenmanager von Macron gemacht. Er war lange Kabinettschef von Macrons langjährigem Wirtschafts- und Finanzminister, Bruno Le Maire. Danach arbeitete er zunächst als Kabinettschef des damaligen Premierministers Gabriel Attal und dann als Stabschef des Staatspräsidenten. Aufgrund der Nähe zu Macron ist er umstritten.

Als französischer Notenbankchef wird Moulin auch Mitglied im Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) und dort über die Geldpolitik mitbestimmen. Er wird Nachfolger von François Villeroy de Galhau, dessen Amtszeit am 1. Juni vorzeitig endet./jsl/jha/

AXC0202 2026-05-20/14:46

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