Warschau: Keine Entscheidung zu US-Truppenabbau in Polen
Das US-Verteidigungsministerium hat nach Angaben von Polens Regierung keine Entscheidung zu einer Truppenreduzierung in dem Nato-Land getroffen. Dies habe er im Gespräch mit seinem amerikanischen Amtskollegen Pete Hegseth erfahren, schrieb Polens Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz auf X. "Der US-Kriegsminister hat bestätigt, dass sich das Engagement der USA für die Verteidigung und Sicherheit Polens nicht ändert."
In der vergangenen Woche hatte das "Wall Street Journal" unter Berufung auf einen Beamten des Pentagons berichtet, dass das US-Verteidigungsministerium die Entsendung der Kampfbrigade von 4.000 Soldaten nach Europa gestoppt habe. Die Entscheidung dazu sei bei einem Treffen des Europa-Kommandos der US-Streitkräfte (Eucom) und Teilen des US-Heeres kommuniziert worden. Eigentlich war demnach erwartet worden, dass die Soldaten für einen auf neun Monate angelegten Einsatz in Polen stationiert werden.
Rund 10.000 US-Soldaten in Polen stationiert
Die Regierung in Warschau hatte umgehend dementiert, dass das Land vom Entsendungsstopp betroffen sei. Doch herrschte danach lange Zeit Verwirrung und Unklarheit. Nach seinem Gespräch mit Hegseth schrieb Kosiniak-Kamysz nun: "Die getroffenen Entscheidungen richten sich in keiner Weise gegen unsere strategische Partnerschaft. Das Pentagon arbeitet derzeit an einem neuen Plan für die Stationierung seiner Truppen in ganz Europa."
Erst vor knapp drei Wochen hatte Hegseth den Abzug von etwa 5.000 US-Soldaten aus Deutschland angeordnet. Polen bekräftigte danach seine Bereitschaft, mehr US-Soldaten aufzunehmen. Derzeit sind nach Angaben des polnischen Verteidigungsministeriums fast 10.000 US-Soldaten in Polen stationiert. Die meisten von ihnen rotieren regelmäßig zwischen verschiedenen US-Militärbasen in Europa./dhe/DP/jha
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