Österreichische Staatsanleihen im Späthandel mit Kursverlusten / Zins- und Inflationssorgen belasten
Zins- und Inflationssorgen haben am Freitag die Kurse österreichischer Bundesanleihen belastet. Die Rendite der richtungsweisenden zehnjährigen österreichischen Benchmark-Anleihe stieg im Gegenzug um 10 Basispunkte auf 3,42 Prozent. Der Rendite-Spread zur vergleichbaren deutschen Anleihe betrug 27 Basispunkte.
Europaweit kamen die Anleihekurse unter Druck. Der Euro-Bund-Future fiel um 0,60 Prozent auf 124,29 Punkte.
Am Ölmarkt hat sich die Lage zuletzt zwar wieder beruhigt, angesichts ausbleibender Fortschritte in den Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran rückten die Ölpreise jedoch auf hohem Niveau sukzessive weiter vor. Hoffnungen, dass mit den Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping wieder etwas Bewegung in die Friedensverhandlungen kommen könnte, haben sich nicht materialisiert. Eine Wiederöffnung der Straße von Hormuz ist somit nicht absehbar.
Stimmungs- und Produktionsdaten aus der US-Industrie fielen zudem stärker aus als erwartet, untermauerten also das Bild einer robusten US-Konjunktur. An den Terminmärkten werden mittlerweile Zinserhöhungen der US-Notenbank Fed bis Jahresende für möglich gehalten. Vor Beginn des Irankriegs waren mehrere Zinssenkungen im Jahresverlauf noch als sicher angesehen worden.
Renditen ausgewählter österreichischer Benchmark-Anleihen:
Laufzeit Aktuell Vortag Veränderung Spread (in Basispunkten) 2 Jahre 2,72 2,65 0,07 -2 5 Jahre 2,99 2,89 0,10 13 10 Jahre 3,42 3,32 0,10 27 30 Jahre 3,96 3,88 0,07 30
spa/mik