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Wiener Börse (Mittag) - ATX verliert in trübem Umfeld / Verfahrene Lage in Nahost mit steigenden Ölpreisen belastet

Nach dem jüngsten Erholungsversuch hat der Wiener Aktienmarkt am Freitag wieder nachgegeben. Mit dem Ende des Besuchs des US-Präsidenten Donald Trump in China machte sich an den europäischen Börsen Ernüchterung breit, wodurch die Anleger vor dem Wochenende in Deckung blieben.

Der ATX fiel bis gegen Mittag um 0,85 Prozent auf 5.871,75 Punkte, womit sich der Leitindex auf Wochensicht praktisch seitwärts bewegte. Für den ATX Prime ging es um 0,85 Prozent auf 2.904,76 Zähler hinab. Damit entwickelte sich die hiesige Börse jedoch noch besser als viele andere europäische Handelsplätze.

Die Treffen zwischen Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping hatten, soweit bisher bekannt, weder mit Blick auf Handelsfragen noch auf die verfahrene Situation im Nahen Osten Durchbrüche gebracht. Die Straße von Hormuz bleibt somit faktisch geschlossen und angesichts steigender Ölpreise gingen am Markt wieder Inflations- und Zinssorgen um.

Unternehmensseitig blieb die Nachrichtenlage vor dem Wochenende ruhig. Als bester Wert im ATX gewannen OMV, gestützt vom steigenden Ölpreis, ein Prozent auf 62,30 Euro. Mit Blick auf den Ölkonzern bestätigten die Barclays-Analysten zwar ihre "Underweight"-Empfehlung und ihr Kursziel von 53 Euro, die Gewinnschätzungen wurden aber etwas nach oben angepasst.

Einen schweren Stand hatten die energieintensiven Industriewerte, wobei voestalpine um gut drei Prozent fielen. Am unteren Ende des Leitindex büßten zudem AT&S 3,2 Prozent ein und fügten sich so in das europäische Bild mit Gewinnmitnahmen bei Tech-Werten ein. Aktien aus der Branche hatten zuletzt von einer wieder aufgeflammten KI-Euphorie profitiert. Nun rückten Marktbeobachtern zufolge wieder Zinssorgen sowie die Enttäuschung über das Ausbleiben maßgeblicher Einigungen zwischen den USA und China in den Fokus.

spa/ger

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