ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Gewinne - Treffen von Xi und Trump gibt Auftrieb
Europas wichtigste Aktienmärkte
haben am Donnerstag weiter zugelegt. In den nordischen Ländern und
in der Schweiz indes blieben die Handelssäle feiertagsbedingt
geschlossen. Die heißen Tage der Berichtssaison sind vorbei, nur in
London legten noch mehrere Unternehmen Zahlen vor.
Im Fokus am Markt standen die Gespräche zwischen den USA und China.
"Die Börsen hoffen, dass China der erfolgreiche Vermittler zwischen
den USA und dem Iran sein wird", schrieb Portfolio-Manager Thomas
Altmann von QC Partners. Zudem werde auf verbesserte
Wirtschaftsbeziehungen gesetzt sowie eine Ausweitung des Handels
zwischen den beiden weltgrößten Volkswirtschaften.
Der EuroStoxx 50 zog um 1,26 Prozent auf 5.934,96
Punkte an und profitierte damit auch von der anhaltenden Rekordrally
der Technologie-Werte in den USA. Diese stehen aktuell bei den
Anlegern wegen der Fantasie rund um Künstliche Intelligenz hoch im
Kurs. Um 0,46 Prozent auf 10.372,93 Punkte stieg außerhalb der
Eurozone der britische FTSE 100 .
Unter den Einzelwerten gewannen Telefonica fast 6
Prozent. Sie sind damit zurück auf dem höchsten Stand seit dem
Kurseinbruch am 4. November, auch wenn immer noch mehrere Prozent an
Kursgewinnen fehlen, bis die Scharte ausgewetzt ist. Damals waren
die Aktien um 13 Prozent abgesackt, nachdem der spanische
Telekomkonzern zur Vorlage seiner Quartalszahlen eine neue Strategie
bekannt gegeben und daher eine Dividendenhalbierung für 2026
angekündigt hatte.
In Amsterdam fielen Prosus um mehr als drei Prozent
auf 38,72 Euro. Die Papiere der Internet-Beteiligungsgesellschaft
litten unter einem kräftig von 74 auf 57 Euro gesenkten Kursziel
durch Citigroup-Analystin Monique Pollard, die aber dennoch ihr
Anlageurteil "Buy" bestätigte.
In London brach der Kurs von 3i am "Footsie"-Ende um
fast 13 Prozent ein. Die Beteiligungsgesellschaft hatte zur Vorlage
ihrer Jahreszahlen mit der Umsatzentwicklung des
Non-Food-Discounters Action enttäuscht. Da half auch das genehmigte
Aktienrückkaufprogramm von 750 Millionen Pfund nicht allzu viel.
Für Burberry ging es um knapp sieben Prozent abwärts.
Zwar wurden dem Luxusgüterhersteller solide Jahreszahlen attestiert,
doch es fehlte ein konkretes Umsatzziel für das neue Geschäftsjahr.
Da blieb Burberry vorsichtig und warnte vor geopolitischen und
wirtschaftlichen Unsicherheiten, die das Verbrauchervertrauen
beeinträchtigen könnten.
National Grid legten um gut ein Prozent zu. Der
Netzbetreiber hatte im abgelaufenen Geschäftsjahr seinen Gewinn
gesteigert. Die Erwartungen seien erfüllt worden, kommentierte die
kanadische Bank RBC./la/nas