Aktien Europa: Gewinne - Treffen von Xi und Trump weckt Hoffnungen
Europas Aktienmärkte haben am
Donnerstag mehrheitlich zugelegt. In den nordischen Ländern und in
der Schweiz indes blieben die Handelssäle feiertagsbedingt
geschlossen. Die heißen Tage der Berichtssaison sind vorbei, nur in
London legten noch mehrere Unternehmen Zahlen vor.
Im Fokus am Markt stehen die Gespräche zwischen den USA und China.
"Die Börsen hoffen, dass China der erfolgreiche Vermittler zwischen
den USA und dem Iran sein wird", schrieb Portfolio-Manager Thomas
Altmann von QC Partners. Zudem werde auf verbesserte
Wirtschaftsbeziehungen gesetzt sowie eine Ausweitung des Handels
zwischen den beiden weltgrößten Volkswirtschaften.
Der EuroStoxx 50 stieg zur Mittagszeit um 0,8 Prozent
auf 5.910 Punkte und ähnliche Gewinne wurden auch an den Börsen in
Paris, Mailand und Madrid verbucht. Um moderate 0,2 Prozent auf
10.350 Punkte rückte außerhalb der Eurozone zudem der britische FTSE
100 vor.
Prosus gaben 2,2 Prozent nach. Die Papiere der
Internet-Beteiligungsgesellschaft litten unter einem kräftig von 74
auf 57 Euro gesenkten Kursziel durch Citigroup-Analystin Monique
Pollard, die aber dennoch ihr Anlageurteil "Buy" bestätigte.
In Madrid gewannen Telefonica 6,1 Prozent. Sie sind
damit zurück auf dem höchsten Stand seit dem Kurseinbruch am 4.
November, auch wenn immer noch mehrere Prozent an Kursgewinnen
fehlen, bis die Scharte ausgewetzt ist. Damals war die Aktie um 13
Prozent eingebrochen, nachdem der Telekomkonzern zur Vorlage seiner
Quartalszahlen eine neue Strategie bekannt gegeben und daher eine
Dividendenhalbierung für 2026 angekündigt hatte.
National Grid , im Stoxx 50 vertreten, legten um 1,9
Prozent zu. Der britische Netzbetreiber steigerte im abgelaufenen
Geschäftsjahr seinen Gewinn. Die Erwartungen seien erfüllt worden,
kommentierte die kanadische Bank RBC.
In London brach der Kurs von 3i zuletzt um 13,5
Prozent ein. Die Beteiligungsgesellschaft enttäuschte zur Vorlage
ihrer Jahreszahlen mit der Umsatzentwicklung des
Non-Food-Discounters Action. Da half auch das genehmigte
Aktienrückkaufprogramm von 750 Millionen Pfund nicht allzu viel.
Für Burberry ging es um 5,7 Prozent abwärts. Zwar
wurden dem Luxusgüterhersteller solide Jahreszahlen attestiert, doch
es fehlt ein konkretes Umsatzziel für das neue Geschäftsjahr. Da
blieb Burberry vorsichtig und warnte vor geopolitischen und
wirtschaftlichen Unsicherheiten, die das Verbrauchervertrauen
beeinträchtigen könnten./ck/jha/