Wiener Börse (Mittag) - ATX gewinnt 0,5 Prozent / Trumps China-Besuch im Fokus - Austriacard mit Kurssprung
Im Einklang mit dem freundlichen europäischen Börsenumfeld hat sich auch der ATX am Donnerstag weiter erholt. Der österreichische Leitindex stieg bis Mittag um 0,49 Prozent auf 5.915,20 Punkte. Für den ATX Prime ging es um 0,49 Prozent auf 2.923,61 Zähler hinauf.
Der Handel verlief an Christi Himmelfahrt weitgehend ruhig und mit teils sehr dünnen Umsätzen. Wichtige Konjunkturdaten aus der Eurozone standen nicht auf der Agenda, und so bestimmte weiterhin die Geopolitik das Marktgeschehen. Aus dem Nahostkonflikt kamen jedoch keine kursbewegenden Schlagzeilen, und die Ölpreise verharrten auf hohem Niveau.
Im Blick steht auch der Besuch von US-Präsident Donald Trump in China. Dort haben sich beide Seiten mit betont freundlichen Worten um ein stabileres Verhältnis der Großmächte bemüht. Chinas Staatschef Xi Jinping warnte im Gespräch mit Trump allerdings vor einem Konflikt um Taiwan.
An der ATX-Spitze erholten sich Wienerberger um 2,5 Prozent auf 23,40 Euro. Nach der negativen Reaktion auf Quartalszahlen zur Wochenmitte kamen neue Impulse von Analystenseite. Barclays revidierte ihr Kursziel für die Aktien zwar von 30 auf 28 Euro, die "Overweight"-Empfehlung wurde aber bestätigt. Während das Wachstum der Absatzmenge im März und April wohl nicht nachhaltig sei, bleibe das Preis-Kosten-Verhältnis kurzfristig die größte Sorge, so Analyst Pierre Rousseau.
Unter den Nebenwerten notierten Flughafen Wien nach Verkehrszahlen 0,6 Prozent fester. Weniger Flüge aufgrund der Lage im Nahen Osten und ein reduziertes Angebot bei Billigairlines bescherten dem Flughafenbetreiber im April einen Rückgang beim Passagieraufkommen.
Mit einem Kurssprung fielen zudem Austriacard auf. Die japanische Druckerei Dai Nippon Printing (DNP) hatte am Vortag ein Übernahmeangebot angekündigt. Demnach will DNP 10 Euro in bar je Aktie bieten. Austriacard, die zur Wochenmitte nicht an der Wiener Börse gehandelt worden waren, schossen nun um 17,6 Prozent auf 9,50 Euro hoch.
spa
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